Gräfelfing (ots) – Kernbefunde

– Demokratie in der Krise? Keine Krise der Demokratie in der Wahrnehmung der Bürger:innen erkennbar
– Inhalte machen sich bezahlt! Programmatische Ausrichtung der Parteien richtungsweisend für die konkrete Wahlentscheidung von Bürger:innen
– Corona-Effekt! Wahrnehmbare Politisierung von unentschlossenen Wähler:innengruppen durch die Corona-Krise
– Social Media First? Klassische Medien als Informationsquelle deutlich wichtiger als Social Media
– Taktisches Wählen! Mehrheit wählt (auch), um bestimmte Parteien durch eine Enthaltung nicht zu stärken

Die repräsentative Studie des rheingold instituts im Auftrag von Philip Morris Deutschland beleuchtet die Lebenswirklichkeit der Deutschen im Superwahljahr 2021. Die zentralen Fragen der diesjährigen Untersuchung lauten: Warum wählen Bürgerinnen und Bürger, wie sie wählen? Was motiviert sie, wählen zu gehen? Und was hält einige von der Wahl ab?

Die Studienreihe “Wie wir wirklich leben” ist Teil des gesellschaftspolitischen Engagements von Philip Morris in Deutschland. “Wir wollen mit einer Fortsetzung der Studie ´Wie wir wirklich leben` auch in diesem Jahr dazu beitragen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Vertrauen in demokratische Institutionen und Akteure zu stärken”, sagt Claudia Oeking, Geschäftsführerin und Director External Affairs der Philip Morris GmbH. “Wir von Philip Morris sind davon überzeugt, dass Unternehmen heute selbst in der Verantwortung stehen, durch unternehmensinterne wie -externe Initiativen aktiv für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung und Gesellschaft einzutreten.”

Keine Krise der Demokratie

Diagnosen einer Krise von Gesellschaft und Demokratie sowie eine politische Polarisierung und Spaltung können auf Basis der Studienergebnisse nicht gestützt werden. Allgemein ergab die Stichprobe eine hohe Bereitschaft unter den Befragten, zur Wahl zu gehen. Durchschnittlich liegt die bekundete Wahlbeteiligung sogar bei ungefähr 80 Prozent – mit leichten Differenzen zwischen den Altersklassen: Je älter die Befragten, desto regelmäßiger wählen sie.

Das Vertrauen in das demokratische System ist mehrheitlich fest verankert. Auch von Politikverdrossenheit in Form von ausgeprägtem Nichtwählertum ist wenig zu spüren. Überforderung, Verwirrung und Frustration sind im Verhältnis zu politischem Gestaltungswillen bei den Wähler:innen gering ausgeprägt. Vielmehr ergibt sich der Eindruck, dass durch die Corona-Krise eine zunehmende Politisierung der Wähler:innen stattfindet.

Wahlkampf lohnt sich

Die Studie zeigt zudem, dass das Informationsverhalten der Befragten vor der Wahlentscheidung vor allen Dingen einer inhaltlichen Logik folgt. Die Information durch Wahlprogramme ist bei den 18- bis 34-jährigen mit 64 Prozent am stärksten ausgeprägt. Diese junge Wähler:innengruppe benutzt ebenfalls verstärkt den Wahlomaten (56 Prozent), um ihre Wahlentscheidung zu treffen. Beides spricht für eine stark programmatische Orientierung der jüngsten Altersgruppe der Stichprobe.

Auch die verbreitete Annahme, Nichtwähler:innen oder Unentschlossene seien eher affin für radikale Positionen oder Parteien, konnte durch die Ergebnisse nicht bestätigt werden. Während Sahra Wagenknecht unter den Unentschlossenen und Nichtwähler:innen als eine der beliebtesten Politikerinnen eingestuft wird, neigen diese Gruppen hinsichtlich der Parteipräferenz trotzdem am ehesten der SPD und CDU/CSU zu. Auch die Befürchtung einer Radikalisierung von Nichtwähler:innen und Unentschlossenen kann an dieser Stelle ausgeräumt werden, denn auch in diesen Gruppen wird die stärkste Ablehnung gegenüber der AfD angegeben. Diese Ergebnisse zeigen, dass es sich für alle Parteien – mit Ausnahme der AfD – lohnt, im Wahlkampf auch um Stimmen aus diesen Gruppen zu werben und den Schwerpunkt auf konkrete gesellschaftliche Inhalte und politische Konzepte zu setzen, um potenzielle Wähler:innen in ihrer Lebenswirklichkeit abzuholen.

Klassisches Mediennutzungsverhalten statt Social Media First

Überraschenderweise spielen Soziale Medien – wenn auch in der jüngsten Altersgruppe noch etwas intensiver genutzt – allgemein eine untergeordnete Rolle als Informationsquelle für die Wahlentscheidung. Die Berichterstattung traditioneller Medien hat hier über alle Altersgruppen hinweg einen höheren Stellenwert. Während Befragte über 55 mit nur 10 Prozent, 35- bis 54-Jährige mit 18 Prozent und 18- bis 34-Jährige mit 30 Prozent angaben, Soziale Medien als Informationsquelle zu nutzen, sind es bei klassischen Medien in allen Altersgruppen über 50 Prozent. Dies widerspricht nach Ansicht der Marktforscher:innen zum einen dem angenommenen Einfluss Sozialer Medien auf den Ausgang politischer Wahlen und betont gleichzeitig die Relevanz klassischer Medien im politischen Diskurs.

Taktisches Wählen, um bestimmte Parteien durch Enthaltung nicht zu stärken

Die Mehrheit (über 50 Prozent) wählt auch, um zu verhindern, dass andere Parteien von ihrer Enthaltung profitieren. Mit Ausnahme der Befragten, die angaben, vermutlich nicht wählen zu gehen, stimmten alle Befragten mehrheitlich der Aussage zu, sie würden auch deshalb wählen, damit eine bestimmte Partei ihre Stimme nicht bekäme. Hier zeigt sich bei allen Wählerinnen und Wählern neben dem Wunsch, Politik mitzugestalten, auch ein taktisches Kalkül. Dieses beeinflusst die Wahlentscheidung gegebenenfalls, wirkt aber zumindest wahlmobilisierend. Dieses Verhalten ist in allen Altersgruppen ähnlich stark ausgeprägt zu beobachten.

Corona scheint Desinteressierte zu politisieren

Wie bereits 2020 wurden auch in diesem Jahr politische Erwartungstypen auf Basis ähnlichen Antwortverhaltens der Befragten erstellt. Und wie im letzten Jahr stechen auch bei der aktuellen Studie zwei größere Gruppen heraus, die etwa 60 Prozent der Gesellschaft abbilden: die Erwartungstypen der Zufrieden-Moderaten sowie der Engagierten Optimisten. Diese beiden Gruppen zeigen sich insgesamt persönlich zufrieden, politisch konstruktiv und überdurchschnittlich gut informiert. Demgegenüber stehen rund 40 Prozent, deren Einstellung zu Politik und Gesellschaft durch tiefsitzende Gefühle von Verunsicherung, Überforderung, Ängsten oder Desinteresse geprägt wird: die so genannten Überforderten Ängstlichen, Enttäuschten Radikalen und Desinteressierten-Zurückgezogenen. Im Vergleich zu letztem Jahr hat sich der Anteil des letzteren Erwartungstypus jedoch von 12 % auf 8% reduziert.

Ein Grund für die Politisierung könnte laut der Analyse der Studie in den Folgen und den politischen Entscheidungen während der Corona-Pandemie liegen, welche die Lebenswirklichkeit der Bürger:innen unmittelbar beeinflusst haben.

Demokratie stärken – Dialog und Aufklärung fördern

Philip Morris Deutschland ist davon überzeugt, dass moderne Unternehmen und Wirtschaftslenker in der Verantwortung stehen, für eine starke liberale Demokratie und eine diskursfähige Gesellschaft einzutreten.

Aus diesem Selbstverständnis heraus ist der Leitgedanke der ‘Corporate Democratic Responsibility’ entstanden. Antrieb hierfür ist der Dreiklang aus idealistischer Grundüberzeugung, Unternehmenstradition und unternehmerischem Eigeninteresse an einem weiterhin langfristig stabilen und vitalen, politischen System als Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften.

Neben der Studienreihe “Wie wir wirklich leben” engagiert sich das Unternehmen für weitere gesellschaftspolitische Projekte. So wird in diesem Jahr erstmals der von Philip Morris initiierte Award Power for Democracyverliehen. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis geht an Projekte, Organisationen und Initiativen, die durch ihr Engagement einen Beitrag zur Förderung und Stärkung der Demokratie leisten. Und bereits im fünften Jahr findet der Kunst- und Kulturförderpreis The Power of the Arts statt, der die Förderung demokratischer Vielfalt und Integration und Inklusion mit den Mitteln der Kultur zum Ziel hat.

Über die Studie

Die von rheingold erhobene Studie basiert auf einem zweistufigen Untersuchungsdesign und ist für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland repräsentativ. Das rheingold institut ist ein renommiertes Marktforschungsinstitut aus Köln, welches in seinen Projekten einen Fokus auf die psychologische Wirkungsforschung legt. Die qualitative Erhebung umfasste 40 psychologische Tiefeninterviews zur Wahlmotivation im März 2021. Für die quantitative Befragung wurde im April 2021 auf Bundesebene eine Zufallsstichprobe gezogen, die groß genug war, um nicht nur bundesweit für die wahlberechtigte Bevölkerung repräsentativ zu sein, sondern ebenfalls noch aussagekräftige Rückschlüsse auf die bevölkerungsreichsten Bundesländer zuzulassen (NRW, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen). Zudem wurden in Sachsen und Thüringen bewusst mehr Personen befragt, um so einen repräsentativen Ost-West-Vergleich zu ermöglichen.

Die gesamten Studienergebnisse stehen unter folgenden Link zum Download bereit: https://www.wiewirwirklichleben.de/2021-ergebnisse/ (https://nam02.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.wiewirwirklichleben.de%2F2021-ergebnisse%2F&data=04%7C01%7Csebastian.vahlbrock%40mslgroup.com%7C4337be9c38104bff7fbe08d950d70292%7Cd52c9ea17c2147b182a333a74b1f74b8%7C1%7C0%7C637629706677386916%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C1000&sdata=4vczbACJridHJV444jBS4k8oF5tdb2Wk5JdTkwqzlvE%3D&reserved=0)

Über Philip Morris International Inc. (PMI)

PMI ist ein international führendes Tabakunternehmen, das außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika tätig ist.

Über die Philip Morris GmbH

Die 1970 in Deutschland gegründete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von Philip Morris International Inc. (PMI). Mit einem Marktanteil von 39 Prozent im Jahr 2020 ist das Unternehmen bereits seit 1987 Marktführer auf dem deutschen Zigarettenmarkt.

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