Vuelta: Indurain, Contador und Mosquera gegen Nibali

Der 25-jährige Sizilianer holte sich beim Zeitfahren am Donnerstag das Rote Trikot des Gesamtführenden der Vuelta zurück und könnte 20 Jahre nach dem Erfolg Marco Giovannettis erneut die Italiener in Madrid jubeln lassen. Er muss sich bis zum Finale am Sonntag allerdings einer spanischen Armada erwehren.

Beim vorentscheidenden Zeitfahren in Penafiel kam es zum Königstreffen: Toursieger Alberto Contador war als Ehrengast am Ziel, um seinem Landsmann Joaquin Rodriguez das Weiße Trikot der Kombinationswertung zu überreichen.

Miguel Indurain, Tour-Seriensieger der 90er Jahre, gab dem nach dem Kampf gegen die Uhr wieder an die Spitze gelangten Nibali das Rote Leibchen. Die beiden größten spanischen Radprofis der letzten 20 Jahre drücken allerdings einem Dritten die Daumen.

"Ezequiel Mosquera ist stark", meinte Indurain. "Er hat Chancen, Nibali zu schlagen. Er muss nur die Trumpfkarte in seinem Hinterhof ausspielen2, verlangte Contador.

Der dreifache Tour-de-France- Gewinner spielte auf die Etappe am Samstag durch die Sierra de Madrid an. Das von der 2.265 Meter hohen Bola del Mundo gekrönte Gebirge ist ein bevorzugtes Trainingsgelände der spanischen Radelite.

Mosquera (Team Xacobea Galicia) ist der einzige aus diesem Kreis, der dem Italiener Nibali noch zusetzen kann. Der antrittsschnelle Bergfahrer dürfte Unterstützung bei Katjuscha-Kapitän Rodriguez finden, der sich ebenfalls durch harte Attacken auszeichnet und verzweifelt um einen Podiumsplatz ringt. Je unruhiger der Kurs, umso größer sind Mosqueras Chancen. (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

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