Valencia steckt in der Klemme – Fallas behindern Osterwoche

Religiöses Fest und Profanes Fest zeitgleich

Die für das katholisch geprägte Spanien äußerst wichtigen Festakte während der Osterwoche sind durch die parallel stattfindenden Fallas gefährdet. Zudem gehören die Fallas zu den wenigen spanischen Fiestas, die keinen religiösen Hintergrund haben.

Allein in Valencia können sechs vorösterliche Prozessionen nicht durchgeführt werden, weil wichtige Straßen und Plätze durch die Fallas-Figuren blockiert sind. Einen Tag vor Palmsonntag, am 15.3. werden bereits die riesigen Fallas-Figuren in den Straßen aufgestellt. Auch am Josephstag, dem 19. März, an dem die Fallas verbrannt werden, finden eigentlich parallel die Schweigeprozessionen statt.

Kompromisse sind unausweichlich

Aber auch die Organisatoren der Fallas müssen mit Kompromissen auskommen. In einigen Orten wurde das Zünden von Böllern in der Nähe von Kirchen und Orten, an denen Osterzeremonien durchgeführt werden, verboten. Auch die Betreiber von Festzelten und Souvenirständen müssen noch in der Nacht der Cremà (Verbrennung der Fallas) oder spätestens bis zum Morgen des 20.März die Straßen und Plätze geräumt haben.