Dass die USA den Status als sicherer Schuldner einbüßen könnten, hat die Finanzmärkte schockiert und das Misstrauen gegen Schuldensünder wie Griechenland, Portugal und Irland neu befeuert.

Das Vertrauen scheint dahin, nachdem entgegen aller Versicherungen erst Griechenland, dann Irland und dann Portugal Milliardenhilfen beantragen mussten. Spanien ist auch nicht aus dem Schneider, obwohl die Madrider Regierung die jüngsten Turbulenzen auf den spanischen Finanzmärkten als relativ unbedeutend einstuft.

Wirtschaftsministerin Elena Salgado sagte: „Die Fundamente der spanischen Wirtschaft sind unverändert stabil.“ Die EU-Kommission, aber auch Volkswirte teilen diese Auffassung und verweisen auf Reformen und Sparprogramme.

Ob das reicht, um Spaniens Gang als Bittsteller nach Brüssel zu verhindern, stehe aber in den Sternen, meint Ralph Solveen von der Commerzbank: „Das Problem ist, dass nicht der Analyst überzeugt werden muss, sondern der Investor.“