Unwetter in Spanien: 10 Meter hohe Wellen, neue Sturmwarnung! “Nichts riecht nach Winter”

«In den nächsten zehn Tagen ist nichts auf unseren Karten, was nach Winter riecht», sagte Meteorologin Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach. Tief «Petra» bringe milde Luft. In anderen Teilen Europas verbesserte sich das Wetter, unter anderem in Polen und Spanien. In Österreich und der Schweiz blieb die Lage jedoch weiterhin angespannt.

Wegen des starken Schneefalls waren in der Steiermark rund 2000 Haushalte ohne Strom. In Tirol traten mehrere Wintersportler Lawinenbretter los, blieben aber unverletzt. In Kärnten wurde eine Schule mit rund 200 Kindern evakuiert, weil das Dach unter der Schneelast einzuknicken drohte.

Auch viele Schweizer ächzten unter dem Schnee. Im Tessin fielen in nur 24 Stunden bis zu einem halben Meter Schnee. Im Dorf Robiei auf rund 1900 Metern Höhe lagen am Dienstag 3,2 Meter. Die Schneedecke dürfte laut Wettervorhersagen in den kommenden Tagen weiter anwachsen.

Im gesamten Alpenraum herrscht zur Zeit erhebliche Lawinengefahr. Drohende Lawinenabgänge behindern immer wieder den Straßen- und Bahnverkehr in der Schweiz. Die Straße zwischen Airolo und Villa im Bedrettotal ist bereits seit Samstag gesperrt.

In Spanien war das Unwetter an der Atlantikküste bis Dienstag abgeflaut. Am Wochenende hatte eine Riesenwelle zwei junge Radfahrer ins Meer gerissen, Wogen von bis zu zehn Meter Höhe hatten Schäden angerichtet. Das Wetteramt warnte allerdings erneut vor Stürmen.

Auch in Polen entspannte sich die Lage bei steigenden Temperaturen. Mehrere Orte in Ostpolen waren noch am Montag eingeschneit gewesen. «Alle Orte können wieder erreicht werden» teilte das Straßenbauamt des Bezirks Hrubieszow am Dienstag mit. Allerdings seien noch immer viele Straßen unbefahrbar. Seit Jahresbeginn sind mindestens 46 Menschen in Polen erfroren.

In Deutschland steigen am Mittwoch die Temperaturen auf maximal neun Grad. Von Donnerstag an sind dann bis zu elf Grad drin – zumindest am Rhein. Von Westen zieht am Mittwoch Regen durch das Land, im Bergland kann es auch schneien. Mit Sturmböen muss gerechnet werden. In der Nacht ist im Bergland noch leichter Frost möglich, am Alpenrand kann es streckenweise auch glatt werden.