Köln (ots) – Hochleistungsmedizin und eine solidere Finanzierung – der Fusion der Unikliniken in Mannheim und Heidelberg stehen Politikerinnen und Politiker aus beiden Städten positiv gegenüber. Fachlich und unter gesundheitlichen Aspekten sei man anschließend breiter aufgestellt, sagt die Mannheimer Apothekerin Dr. Julia Schilling (FDP). Auch könnten dann Mittel vom Land fließen und so ein Millionen-Defizit ausgleichen.

In der Sendung “Wir wählen Gesundheit – Landtagswahl in Baden-Württemberg” beim Gesundheitssender health tv, moderiert von Birgit Lechtermann, spricht Prof. Dr. Heidrun Deborah Kämper (SPD) im Zuge der Fusion gar von einer “Charité am Neckar”. Mit diesem Begriff sind die Politikerinnen und Politiker in Heidelberg noch etwas zurückhaltender. Die Charité in Berlin sei eine sehr große Nummer im Gesundheitswesen, sagt Herbert Weisbrod-Frey (SPD). Um sich mit der Berliner Charité vergleichen zu können, sei noch viel Arbeit nötig. Generell begrüßt er, dass ein Spitzenforschungszentrum entstehen soll. Dabei sei es aber auch wichtig, dass es ein Spitzenarbeitsplatz ist. “Denn wir haben im Gesundheitswesen große Probleme, Personal zu gewinnen und wir haben ein großes Problem mit den Investitionen. Es müssen natürlich auch die finanziellen Mittel kommen. Und es kann nicht sein, dass dann nachher die Mittel – wie bisher häufig – die Kliniken selber aufbringen müssen und am Personal sparen müssen”, betont Weisbrod-Frey.

Landtagskandidatin Anja Boto (CDU) aus Heidelberg findet, dass die Marke Charité durchaus eine ist, “wo wir hin möchten”. Auch sie legt dabei Wert darauf, dass bei der Fusion nicht die Mitarbeiter der Einrichtungen auf der der Strecke bleiben. “Die Fusion muss alle Mitarbeiter mitnehmen.” Das freut Julian Sanwald (Grüne). Er selbst macht im Heidelberger Universitätsklinikum eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Für die Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes sei die Fusion eine Chance. Aus der Sicht seines Berufstandes und seiner Kollegen seien aber noch viele Fragen offen, etwa beim Personalschlüssel. Ein Problem sei, junge Menschen in der Pflege zu halten. Der Mannheimer Prof. Dr. Achim Weizel (Freie Wähler) betont im Zuge der Zusammenlegung, dass man streng darauf schauen müsse, dass die kleinere Mannheimer Fakultät erhalten bleibt.

Nicht mehr Geld, sondern mehr Personal

“Mehr Fachkräfte gewinnt man nur mit Arbeitsbedingungen, aus denen die Mitarbeiter nicht in Teilzeit fliehen”, sagt Herbert Weisbrod-Frey (SPD). Als Schlüssel sieht Julian Sanwald (Grüne) nicht mehr Geld, sondern mehr Personal, damit Pflegende dem eigenen Anspruch besser gerecht werden können.

Auch andere Themen kommen in den beiden Sendungen zur Sprache. Die Talk-Gäste beziehen zur Bewältigung der Corona-Krise Stellung, etwa zur Situation von Kindern und Jugendlichen, aber auch zu den Chancen, die durch den verstärkten Einsatz von Tests möglich wären. CDU-Kandidatin Anja Boto überrascht beim Thema Versicherung. Sie spricht sich für das rot-grüne Konzept der Bürgerversicherung aus.

Weitere Sendungen mit Politikern aus Frankfurt und Stuttgart

Nach den Sendungen Mannheim und Heidelberg geht die Talkreihe “Wir wählen Gesundheit” am Freitag, 5. März 2021, ab 19 Uhr zur Kommunalwahl in Hessen mit Politikern aus Frankfurt in die nächste Runde. Im Anschluss daran folgt am Samstag, 6. März, um 19 Uhr eine weitere Sendung zur Landtagswahl in Baden-Württemberg. Dann ist health tv zu Gast in Stuttgart. An zwei weiteren Terminen wird ein Blick auf die allgemeine Lage in den beiden Bundesländern geworfen.

Hinweise zu den Sendungen

Die Sendungen zu Mannheim und Heidelberg werden im TV am Samstag, 27. Februar, ab 19 Uhr auf health tv ausgestrahlt.

Alle Sendungen von “Wir wählen Gesundheit” sind zur TV-Erstausstrahlung auch in der Mediathek auf www.healthtv.de abrufbar.

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