Tod in der Metro – Rechtsradikaler Soldat ersticht 16-Jährigen

Nach Angaben von  Rettungsvertretern traf die rechtsgerichtete Gruppe auf dem Weg zu einer Kundgebung gegen Einwanderung in der Metrostation Legazpi auf Teilnehmer einer geplanten Gegenkundgebung der „Red Skins“. Beide Seiten lieferten sich eine äußert brutale Schlacht. Der 16-Jährige erlag einem Stich ins Herz, ein 19-jähriger Mann wurde mit lebensgefährlichen Bruststichen ins Krankenhaus gebracht. Später nahm die Polizei einen 24-jährigen mutmaßlichen Messerstecher, ein Mitglied der rechten Szene, fest. Der Täter ist ein Soldat. 

Laut dem spanischen Fernsehen stellten die Rettungsdienste vor der Metrostation ein Feldhospital auf, um die Verletzten zu behandeln. Unter ihnen befand sich auch ein Polizist. Vier Menschen wurden festgenommen. 

Nach dem Tod des 16-Jährigen beteiligten sich am Abend rund 500 Menschen an einer Protestkundgebung gegen den Rechtsextremismus an der Puerta del Sol in der Madrider Stadtmitte. Im Anschluss an die Demonstration zogen Dutzende Jugendliche durch das Viertel Malasaña, kippten Motorräder um und warfen mit Mülleimern um sich. Die Polizei zog mit ihren Anti-Aufruhreinheiten auf, diese sorgten letztendlich für Ruhe.