Das europäische Studenten-Austauschprogramm „Erasmus“ ist so beliebt wie nie zuvor. Im Studienjahr 2009/2010 nutzten mehr als 213.000 junge Menschen das Stipendium für einen Aufenthalt im Ausland – das waren 7,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Deutschland belegte auf der Rangliste der Herkunftsländer mit knapp 29.000 Studenten den dritten Platz. An der Spitze stand Spanien mit mehr als 31.000 Studenten, gefolgt von Frankreich (rund 30.000).

Die beliebtesten Zielländer waren Spanien, Frankreich und Großbritannien. Zu den Topzielen gehörte die spanische Stadt Barcelona.

Die EU steckte 2009/2010 rund 415 Millionen Euro in das Erasmus-Programm. Es unterstützt Studenten und Praktikanten im europäischen Ausland mit einem monatlichen Zuschuss. Wegen der großen Nachfrage sei dieser um sieben Prozent auf 254 Euro im Schnitt geschrumpft, sagte die Kommissarin und klagte: „Das ist nicht genug.“

Mit Erasmus sind bislang 2,5 Millionen junge Menschen ins Ausland gegangen. Die EU-Kommission will bis 2020 die Drei-Millionen-Marke knacken.