Streik verschoben, Spaniens Gewerkschaft bodenlos blamiert

Fakt ist: Nach Presseberichten vom Dienstag sollen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Arbeit nicht wie geplant am 2., sondern am 8. Juni niederlegen.

Die Gewerkschaftsverbände begründeten die Verschiebung damit, dass ihnen die Einzelheiten des Sparprogramms noch nicht bekannt seien.

Ministerpräsident José Luis Rodríguez hatte in der vorigen Woche angekündigt, dass Spanien zur Sanierung der Staatsfinanzen die Gehälter im öffentlichen Dienst erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes senken wird.

Die Angestellten und Beamten sollen fünf Prozent, die Minister 15 Prozent weniger Geld bekommen. Die Renten sollen im kommenden Jahr eingefroren werden.

Am Rande des Gipfeltreffens der EU und Lateinamerikas gab der sozialistische Regierungschef allerdings bekannt, dass die Rentner 2011 bei einer Inflationsrate von über 1,0 Prozent einen Ausgleich erhalten sollen. (SAZ, dpa)

Foto: PSOE