Standard & Poor’s stuft Spanien herunter: Zapatero pleite?

Sie bewertete nach spanischen Medienberichten die Aussichten des Landes am Mittwoch als „negativ“. Bisher hatte S&P die finanziellen Perspektiven in Spanien als „stabil“ eingestuft.

Die Agentur hatte vor einem Jahr bereits die langfristige Bonität des Landes von der besten Stufe AAA auf die zweitbeste AA+ herabgesetzt. Die anderen großen Agenturen Fitch und Moody’s ließen Spanien dagegen in der Gruppe der Länder mit bester Kreditwürdigkeit.

Die spanische Regierung reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung von S&P. Für eine Einstufung der Aussichten als negativ gebe es keinen Anlass, hieß es im Madrider Wirtschafts- und Finanzministerium. Es bestehe kein Anlass zur Sorge.

Die Ratingagentur wies demgegenüber darauf hin, dass die Staatsverschuldung in Spanien 2010 auf 67 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen werde. Zudem werde Spanien länger mit einer schwachen Konjunktur zu kämpfen haben als andere Länder. Dies werde auch zu einer Verschlechterung der Staatsfinanzen führen.

Die Entscheidung von S&P wirkte sich – zusammen mit den anhaltenden Sorgen um die Verschuldung von Griechenland bis Dubai – negativ auf die Börsen aus. Die deutschen Wertpapiermärkte verloren weiter an Boden.

Foto: Oscar Alexander (Flickr)