Spanische Polizei fasst international gesuchten Drogenbaron

Der unter seinem Spitznamen "El Nene" (der kleine Junge) bekannt gewordene Mohammed T.A. wurde nach Angaben spanischer Behörden am Donnerstag in der in Marokko gelegenen spanischen Exklave Ceuta festgenommen, als er gerade mit dem Auto im Zentrum der Stadt unterwegs war. 

"El Nene" sei einer der international größten Haschisch-Schmuggler, teilte die spanische Polizei mit. Demnach besitzt der Drogenhändler ein geschätztes Vermögen von 30 Millionen Euro. Er habe mehr Millionen als Jahre auf dem Buckel, prahlt "El Nene" des öfteren.  

Der Drogendealer war im vergangenen Dezember mit der Hilfe von acht Gefängniswärtern aus dem Hochsicherheitsgefängnis im 40 Kilometer nördlich der marokkanischen Hauptstadt Rabat gelegenen Kenitra geflohen. Danach stellte die internationale Polizeiorganisation Interpol einen Haftbefehl gegen ihn aus. Seine Fluchthelfer wurden zu Gefängnisstrafen zwischen zwei und vier Jahren verurteilt. 

Hinter Gittern, aber in Saus und Braus leben

Der Drogenbaron saß in dem Gefängnis eine achtjährige Haftstrafe wegen internationalem Rauschgiftschmuggels ab – nach Angaben der spanischen Polizei allerdings unter lockeren Bedingungen. 

Der Drogenboss lebte demnach in drei luxuriös ausgestatteten Zimmern mit Plasmafernseher, Internetzugang sowie Klimaanlage. Zudem durfte er das Gefängnis regelmäßig verlassen, um Restaurants und Bars im Umkreis der Haftanstalt zu besuchen.