Spanien Reiseland Nummer eins: Thomas Cook und Neckermann werden teurer!

Das teilten die Reiseveranstalter der Thomas Cook AG am Samstag bei der Vorstellung der Sommerkataloge in Limassol auf Zypern mit. Besonders stark steigen die Preise für Thailandreisen: Sie verteuern sich um sechs Prozent. Nah- und Mittelstreckenziele wie Mallorca, Griechenland, Bulgarien und Kroatien werden im Schnitt um zwei Prozent teurer. Für Reisen in die Türkei und auf die Kanarischen Inseln müssen Kunden künftig vier Prozent mehr zahlen.

Ausschlaggebend für die Preisanhebungen seien unter anderem die durch den gestiegenen Ölpreis höheren Kerosinkosten, erklärte Peter Fankhauser, Vorstandsvorsitzender der Thomas Cook AG. Der günstigere Dollarkurs habe den Preisdruck auf der Fernstrecke dabei bereits etwas abgefedert.

Zugleich senken die beiden Veranstalter die Preise für Ägypten und Tunesien, um nach den politischen Umbrüchen in beiden Ländern wieder mehr Urlauber dorthin zu locken. Reisen nach Tunesien werden im Sommer 2012 um durchschnittlich drei Prozent billiger, nach Ägypten um ein Prozent. In beiden Ländern lägen die Buchungszahlen derzeit noch deutlich hinter dem Vorjahr, sagte Fankhauser. Ägypten und Tunesien seien mit Blick auf die Buchungen die «Verlierer des Jahres». Inzwischen kämen sie aber Schritt für Schritt zurück, ergänzte Michael Tenzer, Geschäftsführer der Touristik des Konzerns.

Günstiger werden in den Sommerkatalogen auch die USA (minus vier Prozent) sowie die Dominikanische Republik und Mexiko (jeweils minus ein Prozent). Unverändert bleibt das Preisniveau bei den Angeboten für Urlaub in Deutschland, Österreich und Polen. Auch Kuba und die Malediven werden im Gegensatz zu anderen Fernreisezielen nicht teurer.

Im Sommer 2011 verbuchte Thomas Cook insgesamt ein Gästeplus von einem Prozent. Der Umsatz sei in der zurückliegenden Sommersaison im Vergleich zur vorigen um vier Prozent gestiegen, sagte Fankhauser. «Wir haben unser Ziel, profitabel zu wachsen, erreicht, und liegen bei den wichtigsten Kennziffern über dem Vorjahr.» Gelungen sei dies durch Umstrukturierungen in der Vergangenheit.

Mit Blick auf die Buchungszahlen liegen Spanien, die Türkei und Deutschland vorne. Bei Deutschlandreisen sei 2011 ein zweistelliges Plus bei den Buchungen verzeichnet worden. Deutliche Zuwächse hätten auch Italien und Kroatien gehabt. Die Unruhen in Nordafrika sorgen zudem für mehr Zulauf in anderen Urlaubszielen: «Türkei-Urlaub boomt», sagte Fankhauser. Damit habe sich die Übernahme des Türkei-Spezialisten Öger Tours bereits ausgezahlt. Auch Griechenland könne ein Buchungsplus im hohen einstelligen Bereich verzeichnen.