Spanien in Angst: Sechs Arbeitslose pro Minute, Zapatero hilflos

Denn die Regierung macht sich immer unglaubwürdiger. Noch vor einem Jahr, im April 2008, tönte der sozialistische Regierungschef Zapatero: "Selbst nach den schlimmsten Voraussagen wird Spanien in der kommenden Krise besser dastehen als in der besten Phase der PP-Regierung!"

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Da hatte Spanien noch 11 Prozent Arbeitslose, jetzt sind es 17,4 – Tendenz rapide steigend. Historischer Höchsstand, so viele Menschen ohne Arbeit hatte Spanien noch nie. Allein zwischen Januar und März kamen 766.000 Arbeitslose hinzu.

Am Wochenende sagte Zapatero: "Unsere öffentlichen Investitionen werden bald greifen." Aber glauben tut ihm niemand mehr. Oppositionsführer Rajoy von der konservativen PP: "Es ist ein nationales Drama, die Regierung kann das Desaster nicht verhindern."

Ministerin Elena Salgado gab zu: "Es ist schlimmer als gedacht." Konkrete Maßnahmen zum Gegensteuern fielen ihr nicht ein. Noch im Juli 2007 hatte sie gesagt: "Die spanische Wirtschaft wird wohl künftig etwas weniger schnell wachsen." Seither ist die Zahl der Arbeitslosen um 2.250.700 angestiegen – das sind 128 Prozent.

Von Wachstum ist jetzt keine Rede mehr – Spanien befindet sich längst in der Rezession. Und immer mehr Menschen bekommen es mit der Angst zu tun.

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