Spanien immer tiefer in die Krise: Schlimmste Arbeitslosigkeit seit 30 Jahren! IWF warnt!

In Spanien ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit über 30 Jahren. Ende Juni waren 24,6 Prozent der Spanier ohne Job, teilte die Statistikbehörde INE in Madrid mit. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) schlug Alarm: Das Land schlittert immer tiefer in die Krise. Auch im nächsten Jahr komme es nicht aus der Rezession. Die Wirtschaft schrumpft sogar noch stärker als bisher befürchtet. Der Druck der Märkte auf Spanien kann aus IWF-Sicht «negative Auswirkungen für den Rest Europas» haben.

   Der IWF erwartet, dass die spanische Wirtschaft in diesem Jahr um 1,7 Prozent schrumpft und im nächsten Jahr um 1,2 Prozent. «Abwärtsrisiken herrschen vor», heißt in einem am Freitag veröffentlichten IWF-Bericht. «Das Vertrauen der Märkte bleibt schwach und die Aussichten sind sehr schwierig.»

   Noch vor zehn Tagen hatten die IWF-Experten nicht ganz so schwarz gesehen: Sie hatten lediglich mit einem Wachstums-Minus von 1,5 für diese Jahr gerechnet. Für das nächste Jahr war ein Minus von 0,6 Prozent erwartet worden.

   Der IWF geht davon aus, das die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr gar noch weiter auf 24,9 Prozent ansteigt. Auch im nächsten Jahr werde die Rate nur minimal auf 24,7 Prozent fallen. Das sei «unannehmbar hoch», warnt der Bericht.

   Nach spanischen Angaben sind derzeit 5,7 Millionen Menschen ohne Job. Besonders erschreckend: Bei Jugendlichen unter 25 Jahren erhöhte sich die Quote sogar auf 53,3 Prozent. Spanien hat die höchste Arbeitslosigkeit in der EU.

   Der IWF lobte zwar die bisherigen Spar– und Reformschritte in Spanien. Doch auch die EU müsse weiter Hilfe leisten. «Spanien muss seine Reformen jetzt umsetzen. Aber auch Europa muss Spanien helfen», sagte der IWF-Spanienexperte James Daniel vor Journalisten in Washington.

   Auch die Löcher im Staatshaushalt bleiben nach Erwartungen des IWF größer als bisher angenommen: In diesem Jahr müsse mit einem Defizit von 6,3 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung gerechnet werden, im nächsten Jahr mit einem Defizit von 4,7 Prozent.

   Auch die langfristigen Aussichten sind nach Einschätzung des IWF alles andere als rosig. Nach Berechnungen der IWF-Experten dürfte es erst 2014 wieder ein Wachstum geben – von 0,9 Prozent.

   Doch erst 2017 dürfte die Wirtschaftsleistung wieder den realen Wert des Vorkrisenjahres 2007 erreichen. Dennoch werde die Arbeitslosigkeit bis dahin lediglich auf 20 Prozent zurückgehen, befürchtet der IWF.

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