Spanien erwartet Abtreibungsschiff – Gegner planen Proteste

Auf hoher See sollen bei den Frauen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, die sie in Spanien nicht vornehmen können. 

Vor dem Anlegen des Schiffes in der ostspanischen Mittelmeerstadt haben die Abtreibungsgegner jetzt Proteste angekündigt. 

Die Organisation Provida ("Für das Leben") kündigte an, auf zahlreichen Booten gegen die Ankunft des Schiffes am Donnerstag protestieren zu wollen. 

Das als Abtreibungsklinik dienende Schiff der niederländischen Organisation "Women on Waves" soll am

Donnerstag in Valencia anlegen und am Freitag spanischen Frauen in internationalen Gewässern eine Abtreibung unter niederländischem Recht ermöglichen, damit sie nicht gegen die spanischen Gesetze verstoßen.

Auch die konservative Bürgermeisterin Valencias, Rita Barbera, kritisierte die Aktion der niederländischen Organisation scharf. 

Das Vorhaben sei eine "Provokation, die Empörung" hervorrufe, sagte die Politikerin der Volkspartei (PP). 

Nach spanischem Recht sind Abtreibungen offiziell nur nach Vergewaltigungen, bei einer Behinderung des Kindes sowie bei einer Gefahr für die "körperliche oder psychologische Gesundheit" der Mutter erlaubt.

"Women on Waves" setzt sich vehement für das Recht auf Abtreibung ein. Das Klinikschiff hatte bereits andere streng katholische Länder besucht – 2001 Irland, zwei Jahre später Polen und vor vier Jahren Portugal.