Spanien brennt: Schon jetzt mehr Waldbrände als 2008

Im Nordosten Spaniens nahe Zaragoza zerstörte am Mittwoch ein Feuer, das auf einem Militärgelände ausgebrochen war, nach Behördenangaben eine Fläche von etwa 5000 Hektar Wald. 

Mehr als 300 Feuerwehrleute und Soldaten waren dort mit 17 Löschflugzeugen im Einsatz. 

Der Kampf gegen die Flammen werde durch die Gefahr erschwert, dass auf dem Armeegelände gelagerte Waffen explodieren könnten, teilte die Regionalregierung von Aragonien in einer Erklärung mit. Für die Gegend waren zudem Höchsttemperaturen von bis zu 40 Grad angekündigt.

In Portugal kämpften nach Angaben des Zivilschutzes fast 400 Feuerwehrleute und Polizisten gegen mindestens acht Brände im Norden des Landes. Sie setzten Löschflugzeuge und Hubschrauber ein. 

Allein im Distrikt Vila Real wurden in den vergangenen beiden Tagen nach Angaben lokaler Behörden mehr als 1350 Hektar Wald und Buschwerk zerstört. Die internationale Bahnlinie von Figuera da Foz zur spanischen Grenze verläuft, wurde vorsorglich stillgelegt.

In Spanien haben Brände in der Zeit zwischen dem Jahresbeginn und dem 9. August schon gut 84.000 Hektar Wald zerstört, wie das spanische Umweltministerium am Mittwoch bilanzierte. In Portugal waren es bis zum 15.

August 24.000 Hektar. Damit haben Waldbrände in beiden Ländern bereits jetzt  größere Schäden angerichtet als im gesamten Jahr 2008 (AFP).