Sex-Zeitungen gegen Zapatero: “Prostitution ein tolles Geschäft”

Allerdings: Die Verleger wiesen das Vorhaben postwendend und energisch zurück. Das Anzeigengeschäft habe in den vergangenen Jahren bereits wegen Einschränkungen bei der Alkohol- und Tabakwerbung stark gelitten.

Die Prostituiertenvereinigung Hetaira lehnte den Vorschlag ebenfalls ab. Er sei "kontraproduktiv, puritanisch" und im Kampf gegen die organisierte Kriminalität nutzlos.

Vielmehr würden Callgirls dadurch gezwungen, auf den Straßenstrich oder in einschlägige Clubs zu gehen, wo ihnen erst recht Ausbeutung drohe.

Der Verband katholischer Familienväter CONCAPA begrüßte dagegen die Idee. Es könne in dieser Frage nicht um die Pressefreiheit gehen. Viele dieser Annoncen stünden für menschliche Schicksale und Ausbeutung durch kriminelle Organisationen.

Zapatero hatte am Donnerstag im Parlament gesagt, Zeitungsanzeigen, in denen Prostituierte ihre Dienste anbieten, trügen nur dazu bei, die sexuelle Ausbeutung von Frauen zu fördern. Die Regierung prüfe deshalb rechtliche Möglichkeiten für ein Verbot, so der sozialistische Regierungschef. (dpa, SAZ; Foto: Wikipedia)

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