Sex mit Kindern in Spanien: Wahrheit oder Dichtung?

Die spanischen Ministerinnen für Kultur und Gesundheit, Angeles González Sinde und Leire Pajín, bezeichneten das Verhalten des Autors als "nicht akzeptabel". Mehrere Buchläden in Spanien nahmen nach Medienberichten von Sonntag die Werke von Sánchez Dragó aus den Regalen.

Der Schriftsteller hatte in seinem jüngsten Werk davon berichtet, im Jahr 1967 als damals 31-Jähriger in Tokio Sex mit zwei 13 Jahre alten japanischen Mädchen gehabt zu haben. In dem Buch, das eine Unterhaltung mit dem Theaterautor Albert Boadella enthält, äußerte Sánchez Dragó sich zudem sehr abfällig über die beiden Japanerinnen.

Die Literatur dürfe nicht dazu herhalten, die Regeln des Zusammenlebens mit Füßen zu treten, betonte González Sinde. Die für Fragen der Gleichberechtigung zuständige Ministerin Pajín meinte, das Verhalten des Autors sei "total inakzeptabel".

Der Schriftsteller erklärte demgegenüber, er habe keinen Sex mit Minderjährigen gehabt. Sein Bericht sei eine literarische Erfindung gewesen. Bei dem Treffen mit den Japanerinnen sei es bei einem harmlosen Flirt geblieben. Außerdem seien die Mädchen damals in Wirklichkeit älter als 13 Jahre gewesen. (SAZ, dpa, Foto: www.buchmesse.de)

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