Seat: Streiks für entlassene Manager vorerst beigelegt

Nach Verhandlungen der Unternehmensführung mit dem Betriebsrat beendeten die Gewerkschaften in der Nacht zum Mittwoch vorerst die Proteststreiks bei dem Automobilhersteller.

Von den Arbeitsniederlegungen war vor allem eine Fabrik in Barcelona betroffen, die unter anderem Bleche für das Seat-Hauptwerk im nahe gelegenen Martorell und für mehrere VW-Werke herstellt.

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Infolge des Streiks in Barcelona hatten in Martorell und im VW-Werk in Pamplona in Nordspanien bereits Produktionsausfälle gedroht, weil die benötigten Bleche ausblieben.

Die Gewerkschaften akzeptierten nach Presseberichten eine Beendigung des Streiks, nachdem Seat sich bereiterklärt hatte, drei besonders umstrittene Entlassungen zu überprüfen. Die katalanische Regionalregierung bot für eine endgültige Beilegung des Konflikts ihre Vermittlung an.

Seat hatte mehr als 300 Mitarbeiter aus dem Management und der Verwaltung entlassen, weil diese nach Angaben der Konzernführung sich als "leistungsschwach" erwiesen hatten. Die Gewerkschaften sehen darin einen "verkappten Abbau von Arbeitsplätzen", für den nach ihrer Ansicht eine Genehmigung des Arbeitsministeriums erforderlich gewesen wäre.

Seat ist bei Volkswagen ein Sorgenkind. Während der Gesamtkonzern im vorigen Jahr gegen den Branchentrend einen Absatzrekord erzielte, ging bei der Tochter – vor allem wegen des Einbruchs des spanischen Marktes – der Absatz um 8,6 Prozent auf rund 337 000 Autos zurück.  (SAZ, dpa)

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Foto: Seat