Schweiz betrauert Nati-Pleite gegen Messi! “Wir sind stolz auf Euch”

Schock und Trauer, aber auch Stolz: Nach dem Schreck über den argentinischen Siegtreffer durch Angel di María in der 118. Minute gab es beim Public Viewing von Genf bis St. Gallen viele Tränen, doch schließlich wichen sie dem Stolz auf eine der erfolgreichsten Schweizer Nationalmannschaften seit Jahrzehnten.

«Wir sind stolz auf Euch!», titelte am Mittwoch die Zeitung «Blick» zum Bild des traurig dreinschauenden «Alpen-Messi» Xherdan Shaqiri. Der «Nati», wie die eidgenössische Nationalelf genannt wird, bescheinigte die Zeitung: «Ihr habt gekämpft, Ihr habt gelitten, Ihr habt uns träumen lassen.» Dennoch sei das Ausscheiden «ganz bitter». Das Tor von Di María «sticht in unser rot-weißes Herz».

Trotz der Niederlage im Achtelfinale gab es Dankesworte für den scheidenden Trainer Ottmar Hitzfeld, der nun Platz macht für den aus Bosnien stammenden Vladimir Petkovic. «Die Lücke, die Ottmar Hitzfeld reißt, ist groß», hieß es in der «Basler Zeitung».

Verständnis für die Entscheidung, den Job in der Schweiz aufzugeben, äußerte die «Neue Zürcher Zeitung»: «So viel Leidenschaft die Mannschaft gestern zeigte, so wenig Gewähr gäbe sie Hitzfeld, dass er sich morgen wieder auf sie verlassen könnte.» Der Deutsche habe sich verdient gemacht um den Schweizer Fußball.

Für den ebenfalls in Zürich erscheinenden «Tages-Anzeiger» war das Spiel gegen Argentinien hingegen ein «böses Ende». Zwar habe der einst als Clubtrainer sehr erfolgreiche Hitzfeld mit der «Nati» nur 7 von 35 Wettbewerbsspielen verloren und 19 gewonnen. Doch habe er die Schweizer nicht zu dem herausragenden Erfolg geführt, den viele erwartet hätten. «Mehr als die Minimalziele hat die Schweiz unter ihm nicht erreicht. Unterhaltsamen Fußball hat sie nicht oft gespielt.»