Schade: Schalke hatte gegen Barça die Hosen voll

Ronaldinho, Deco und Messi waren wegen Verletzung oder Indisposition gar nicht erst bei den Katalanen aufgelaufen, Etoo wirkte angeschlagen, Henry spielte schwach, die Abwehr wackelte.

Nach einem starken Beginn baute Barcelona wieder einmal unerklärlicherweise ebenso stark ab – das hätte Schalke ausnutzen können, wie es derzeit fast jede Mannschaft der spanischen Liga schafft, zuletzt Betis Sevilla. Schalkes Trainer Slomka dazu: "Wir hatten einfach zu viel Respekt." Wieso eigentlich? Lesen die Schalker keine Sportnachrichten? Barcelonas Coach Frank Rijkaard (Bild) zeigte sich erleichtert: "Die Mannschaft spielte besser als am Samstag gegen Betis."

Tatsächlich hatte Schalke in der ersten Halbzeit "die Hosen voll", selten konnte der FC Barcelona in den vergangenen Wochen so frei kombinieren – die Schalker verschanzten sich in der eigenen Hälfte. Trotzdem konnten die Katalanen relativ unbedrängt schon der 11. Minute ihr Tor des Tages erzielen. Pass von Iniesta auf Henry, der erst schießen durfte, dann den Abpraller auf Bojan passen konnte, der aus zwei Metern einlochte. So einfach ging das.

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Weil Schalke in der zweiten Hälfte auch noch eine Reihe guter Möglichkeiten ausließ, hieß es am Ende 1-0 für Barça. Das Halbfinale in der Champions League ist so gut wie erreicht, das Rückspiel im Camp Nou dürfte nur noch eine Formsache sein, auch wenn sich die Schalker nach dem Spiel Mut zuredeten.

Im Halbfinale wartet dann ein anderes Kaliber auf den FC Barcelona: Manchester United schlug den AS Rom in der ewigen Hauptstadt mit 0-2, die Torschützen waren Christiano Ronaldo und Wayne Rooney.

Bernd Schusters Spieler konnten bei diesem Kick studieren, wie eine gute Mannschaft mit mittelmäßigen Teams wie Rom, das im Achtelfinale Real Madrid ausschaltete, umspringt. Vielleicht klappt es für Real Madrid ja nächstes Jahr in der Champions League. Ob dann auch wieder Schalke mit dabei ist, wird sich zeigen.

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