Sami Khedira sagt Adiós! “Ich liebe Real, der Abschied wird hart, ich gebe bis zuletzt alles”

Die Zeitung “Marca” berichtet nach eigenen Angaben exklusiv über den möglichen Abschied Khediras aus Madrid. Demnach habe der Weltmeister im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt am Main exklusiv mit Marca gesprochen. Und folgendes gesagt: “Ich liebe Real Madrid, es wird sehr hart für mich, den Club zu verlassen.” Dass das Statement exklusiv sein könnte, legt die Tatsache nahe, dass Blätter wie “AS” oder “Sport” nichts davon berichten.

Khedira würde lieber bleiben

Der Abgang Khediras im Juni scheint demnach festzustehen. So sieht es auch die Marca, die darauf hinweist, dass Khedira im Sommer noch ein letztes Angebot Reals ausgeschlagen habe. Seither gab es keine Kontakte mehr zwischen Club und Spieler. Auch wenn Khedira mittlerweile liebend gerne bei Real bleiben würde, wie es heißt. Hat er sich etwa im Poker um einen neuen, besser dotierten Vertrag verzockt? Real, so die Fakten, hat mittlerweile Lucas Silva verpflichtet, der sogar dem “alten Hasen” Asier Illarramendi vorgezogen wird. Der neue Mann im defensiven Mittelfeld, sollte wieder einmal Luka Modric ausfallen, scheint also gefunden. Khedira wäre überflüssig, zumal nicht gesagt ist, dass er nach seiner schweren Knieverletzung in der Saison 2013/2014 dauerhaft seine alte Leistung wieder zeigen kann.

Schalke bleibt dran

Wie auch immer: Laut Marca sind Schalke und einige Clubs aus Italien und England an Khedira dran. An seiner Professionalität will Khedira allerdings keine Zweifel aufkommen lassen. Und er sagt: “Ich werden bis zum Ende meines Vertrags alles geben.”

Ob es dazu kommt und wieviel das sein wird, muss sich in der nahen Zukunft zeigen. Denn zuletzt hatte Khedira keine Chance mehr auf einen Einsatz. Im Clasico gegen den FC Barcelona fehlte er ganz. Sogar an seinem guten Willen wurde gezweifelt. Eine Darmgrippe, die ihn in wenigen Tagen drei Kilo Gewicht kostete, legte man ihm in Madrid als Ausrede aus, in Schalke einen neuen Vertrag zu verhandeln.

Liebling Mourinhos

Die Beziehung Khediras zu Real Madrid war in der Öffentlichkeit zumindest eher kompliziert. Erst galt er als Liebling von José Mourinho, der Khedira immer spielen ließ, auch wenn der Deutsche den Vorstellungen der Real-Fans von einem guten Spieler wenig entsprach. Er wirkte stets zu ungelenk, technisch zu wenig begabt. Im Gegensatz zu Mesut Özil, der auf Anhieb zum Publikumsliebling aufstieg, hatte Khedira nie wirkliche Freunde bei der Madrider Presse. Er durfte aber bleiben, als Gareth Bale geholt wurde. Özil wurde für 50 Millionen Euro zu Arsenal verkauft. Selbst das warfen ihm einige Journalisten vor. Khedira soll sich geweigert haben, ein lukratives Angebot von Manchester United anzunehmen.

Zuletzt spielte Khedira unter Carlo Ancelotti keine Hauptrolle mehr, obwohl der Italiener ihn in wichtigen Spielen stehts brachte – sogar im Finale der Champions League gegen Atletico. Und das, obwohl Khedira nach seinem Kreuzbandriss kaum fit war. Auch in dieser Saison setzte sich Ancelotti stets für Khedira ein. Zu einem neuen Vertrag kam es aber nicht. Ob am Ende Khedira oder Real dafür verantworlich sind, wird man vielleicht nie erfahren. Wo Khedira demnächst spielen wird, wohl schon bald. Adios, Sami …