Revolution! Spanien lässt das Rauchen, bislang 1.000 Anzeigen

Bislang seien landesweit rund 1.000 Anzeigen eingegangen, teilte die Verbraucherschutz-Organisation FACUA am Dienstag mit. Bei Missachtung des Gesetzes drohen Geldbußen zwischen 30 und 600.000 Euro.

Im Nobelbadeort Marbella an der Costa del Sol erklärte sich ein Restaurantbesitzer zum "Rauchverbot-Verweigerer". Er werde die Neuregelung nicht befolgen, denn das Lokal sei schließlich sein Privatbesitz, sagte José Eugenio Arias. Er wurde ebenfalls angezeigt.

Das Gesetz lässt so manchen Raucher in die Luft gehen. In einem Krankenhaus in Bilbao nahm die Polizei einen 31-jährigen Patienten fest, der beim Qualmen ertappt wurde.

Als eine Krankenschwester ihn aufforderte, die Zigarette auszumachen, sei er aus der Haut gefahren und habe die Frau beschimpft und bedroht, teilten die Behörden mit. Deshalb habe das Personal die Polizei alarmiert.

Das am 2. Januar in Kraft getretene Rauchverbot untersagt den Tabakkonsum in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie in Kneipen, Restaurants und Diskotheken. Auch in der Umgebung von Krankenhäusern, Spielplätzen oder Schulen darf nicht mehr geraucht werden. In Spanien bedeutet das nichts weniger als eine kleine Revolution.

Angesichts der Polemik rief Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero dazu auf, das Verbot einzuhalten. Es gelte, die Nichtraucher zu schützen, sagte der sozialistische Regierungschef, der selbst Gelegenheitsraucher ist.(SAZ, dpa; Foto: Pixelio)

Ultimative Chart-Show: Die 31 besten SAZ-Artikel aller Zeiten

SAZ-Geburtstags-Grußbox: Facebook-Freunde finden und gewinnen