Reis in Gefahr! Katalonien trocknet Vögel im Ebrodelta aus

Zur Bekämpfung einer Schneckenplage an der Ebro-Mündung soll die gesamte Nordhälfte des Flussdeltas an der spanischen Mittelmeerküste trockengelegt werden.

In dem Mündungsgebiet hatte sich die Apfelschnecke (Pomacea canaliculata) in den vergangenen zwölf Monaten rapide ausgebreitet. Stellenweise leben bis zu 40 Exemplare pro Quadratmeter. Die aus Südamerika stammenden Schnecken waren wahrscheinlich über Aquarien eingeschleppt worden.

Sie fügen den Reiskulturen im Ebro-Delta schwere Schäden zu. Wie die Zeitung El País berichtet, kam die Regierung der Region Katalonien mit den Bauernverbänden überein, das nördliche Flussdelta für fünf Monate komplett trockenzulegen.

Die Verantwortlichen hoffen, die Schnecken in dem Gebiet damit ausrotten zu können. Das Vorhaben muss allerdings noch von der Europäischen Union gebilligt werden. Aus Gründen des Vogelschutzes muss das Delta nach EU-Bestimmungen die meiste Zeit des Jahres unter Wasser stehen. (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

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