Real Madrid will Alaba, 40 Millionen Ablöse kein Problem! “Erste Gespräche in Wien”

Der Österreicher kickt seit sechs Jahren bei den Bayern, ist aktuell 22 Jahre alt. Sein Vertrag läuft noch bis 2018. Aber Real Madrid will ihn haben, sagt die Zeitung “Marca”. Man darf also gespannt sein, was passiert.

Wie es heißt, sind bereits Gesandte Reals nach Wien gereist, um sich mit Alabas Vater und Berater zu treffen. Die Ablöse soll demnach nicht unter 40 Millionen Euro liegen. Wenn Bayern Alaba überhaupt abgeben wird. Real und Bayern hatten zuletzt gute Beziehungen, die Transfers von Toni Kroos und Xabi Alonso liefen ohne Probleme über die Bühne. Allerdings gab es in den Jahren zuvor offenbar bis heute unvergessene Hakeleien, vor allem missfiel den Bayern der Flirt Reals mit Franck Ribery, der eine Zeitlang das Objekt der Begierde von Reals Präsident Florentino Perez war. Damals gab es tägliche Meldungen über einen bereits sicheren Wechsel Riberys zu Real, Bayern wehrte sich mit Händen und Füßen.

Vier Verteidiger von Weltniveau

Der Plan Reals sei es aktuell, so die Marca, spätestens 2016 vier Außenverteidiger von Weltniveau zu haben. Derzeit sind es nur zwei, Dani Carvajal und Marcelo. Ihre Ersatzleute Alvaro Arbeloa und Fabio Coentrao sind in der Tat nicht auf deren Höhe. Fehlen Carvajal oder Marcelo gesperrt beziehungsweise verletzt, leidet das Spiel Reals deutlich, vor allem nach vorne. Dann kommen kaum noch Impulse aus dem Rückraum. Denn Arbeloa und Coentrao sind Verteidiger. Wenig mehr. Dagegen glänzt vor allem Marcelo, der jetzt auch wieder in die brasilianische Nationalelf berufen wurde, im Angriff. Dort läuft bisweilen wenig zusammen ohne Marcelo, der zu den wenigen Kickern Reals gehört, die zu unberechenbaren Finten in der Lage sind.

Allem Anschein nach ist sich Real bereits mit Danilo vom FC Porto einig. Er wird für rund 25 Millionen Euro kommen und die rechte Seite verstärken. Die jüngsten Äußerungen des Spielers selbst deuten darauf hin, dass der Deal bereits unter Dach und Fach ist. Carvajal muss sich also auf einen verschärften Kampf um seinen Stammplatz einstellen. Genau das, was die Direktoren Reals beabsichtigen.

Was wird aus Coentrao?

Alaba wäre natürlich für die linke Seite vorgesehen. Was aus dem Portugiesen Coentrao wird, dessen Vertrag bei Real noch drei Jahre lang läuft, ist derzeit unklar. Angebote dürfte es aber geben.

Wie die Marca ausführt, gehört Alaba zu den Lieblingen Pep Guardiolas bei den Bayern. Der Coach soll von den Offensivkünsten und der Schussstärke Alabas beeindruckt sein. Und hat dies auch schon öffentlich geäußert. Allerdings spielt auch Juan Bernat, der aus Valencia geholt wurde, eine Schlüsselrolle auf der linken Abwehrseite Bayerns. Alaba wurde deshalb schon oft “verschoben” und spielte sogar schon als Innenverteidiger. Ob dem jungen Österreicher das auf Dauer gefallen wird? Bei Real könnte er auf seiner angestammten Position spielen, die Innenverteidigung ist in Madrid klar verteilt – an Pepe und Sergio Ramos ist derzeit nicht rütteln. Allerdings müsste Alaba erst einmal an Marcelo vorbei kommen. Nicht einfach. Aber machbar. Vor allem für David Alaba, der vielen Insidern zufolge schon jetzt der Beste der Welt auf seiner Position ist.