Real Madrid: Fiesta mit CR7, ohne Bale und Benzema! “Bäume sollen ruhig brennen”

Trainer Carlo Ancelotti war nach dem 4-0 gegen Osasuna mit der Leistung seines mit zahlreichen Ersatzleuten angetretenen Teams mehr als zufrieden: «Alles ist gut gelaufen. Und Cristiano hat mit mehr Selbstvertrauen (als bei seinem Comeback gegen die Bayern) gespielt», stellte er hocherfreut fest. 

In München wolle er Ronaldo, den am Samstag geschonten «100-Millionen-Mann» Gareth Bale und Karim Benzema zusammen stürmen lassen, kündigte der 54-jährige Italiener ungewöhnlich offen an. In sieben Begegnungen mit den Bayern hat Ancelotti bisher nie den Kürzeren gezogen. «Wir wollen in erster Linie Tore schießen, und nicht verteidigen», beteuerte er. Und fügte dann an: «Je schneller wir am Dienstag treffen, desto besser.» Torschütze Ramos versprach den Fans: «In München werden wir bis zum Umfallen kämpfen.»

Die Madrider Medien, die nach der Halbfinal-Auslosung sehr viel über die «Schwarze Bestie», den nahezu unschlagbaren Angstgegner aus München geschrieben hatten, schlagen inzwischen freche Töne an: «Kanonen für München» titelte «Marca». Das Konkurrenzblatt «AS» sagte voraus, Ronaldo werde in München «die Bäume in Brand setzen». Eine Antwort auf Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der Real eine «Hölle» prophezeit und gesagt hatte, in München werde am Dienstag «der Baum brennen».

Gegen den harmlosen Abstiegskandidaten Osasuna konnte sich Ancelotti den Luxus leisten, inmitten des spannenden Titelkampfes der Primera División nicht nur Bale einen freien Tag zu geben, sondern beim Anpfiff auch gleich sechs weitere Champions-League-Stammspieler auf der Bank zu lassen. Xabi Alonso, Pepe, Benzema, Carvajal, Fabio Coentrao und Tormann Iker Casillas durften sich schonen. Ronaldo wurde zudem in der 60. Minute ausgewechselt und vom Publikum mit Standing Ovations verabschiedet.

Dem Tabellenführer und Champions-League-Halbfinalisten Atlético Madrid, der drei Punkte mehr auf dem Konto hat und am Sonntagabend in Valencia antreten musste, blieb man auch mit der besseren B-Elf auf den Fersen. Aber im feinen Norden von Madrid denkt man jetzt nur noch an die Königsklasse. «Der Traum (vom zehnten Titelgewinn) ist nähergerückt», die Schüsse von Ronaldo hätten sich an «wie knallende Champagner-Korken» angehört, schrieb die Zeitung «El Mundo».