Real gegen Betis ohne Fernsehkameras?

Angekündigt ist es auf La Sexta und den Regionalsendern, aber auch Digital Plus will das Spiel exklusiv in seinem Bezahlprogramm senden. Die Entscheidung liegt nun beim Präsidenten von Real Madrid, Ramón Calderón.

Dieser erneute Tiefpunkt im so genannten Fernseh-Krieg um die Fußball-Übertragungsrechte ist der hartnäckigen Haltung des Medienkonzerns Sogecable (Digital Plus, Canal+) geschuldet, der sich derzeit zwischen alle Stühle setzt.

Das Gesetz Nr. 21 vom 3. Juli 1997 verlangt eine frei empfangbare Partie pro Spieltag

Denn Sogecable ging am Dienstag davon aus, dass das Spiel zwischen Sevilla und Espanyol Barcelona auf La Sexta übertragen würde. Deshalb sendete Digital Plus dieses Spiel nicht. Liga, Rechteverwerter AVS und Mediapro sowie die Vereine hatten sich allerdings darauf geeinigt, dass La Sexta das Spiel Madrids am Donnerstag übertragen sollte.

Weil Sogecable derzeit aber weder mit der Konkurrenz von Mediapro noch mit seiner eigenen Rechtverwertungsfirma AVS redet, ging die Entwicklung an Sogecable vorbei. Nun will Digital Plus trotzig das Spiel von Madrid übertragen und die Konkurrenz von Mediapro aussperren.

Es wäre das erste Mal seit Jahren, dass kein Spiel im frei empfangbaren Fernsehen übertragen würde. Laut Gesetz Nr. 21 vom 3. Juli 1997 muss aber wenigstens eine Partie pro Spieltag frei zu sehen sein.