Papst Franziskus lässt grüßen: Blázquez der neue Rouco!

Der 71-Jährige tritt die Nachfolge von Kardinal Antonio María Rouco Varela an, der nach zwei Amtszeiten in Folge nicht erneut kandidieren durfte. Blázquez hatte bereits von 2005 bis 2008 an der Spitze der Bischofskonferenz gestanden. Er erhielt bei der Wahl am Mittwoch 60 von 79 Stimmen.

Der Vorgänger Rouco Varela wird dem streng konservativen Flügel der katholischen Kirche zugerechnet. Der Erzbischof von Madrid war seit Jahren der einflussreichste Kirchenführer in Spanien. Der aus Galicien im Nordwesten des Landes stammende Kardinal hatte die Bischofskonferenz von 1999 bis 2005 und von 2008 bis 2014 angeführt. Er hatte 1964 an der Universität München seinen Doktortitel erworben und dort später auch Kirchenrecht gelehrt.

Mit der Wahl von Blázquez beginnt für die katholische Kirche in Spanien eine neue Ära. «Sie tritt in einen neuen Zyklus ein und stellt ihre Uhren auf die Zeit von Papst Franziskus», meint die Zeitung «El Mundo». «Die Kirche sollte einfacher, bescheidener und weniger arrogant sein.»