New York Times: Zieht Spaniens Krise Europa in den Abgrund?

  

Dort wird über das Ende des spanischen Wirtschaftswunders berichtet – und vor einer gefährlichen Deflation gewarnt.

Denn der aktuelle Preisverfall in Spanien auf dem Immobilienmarkt, im Tourismus und in der Landwirtschaft könnte ganz Europa in den Abgrund ziehen. Spanien, so die Times, ist das erste Land Europas, das eine Deflation verzeichnet – die erste Deflation seit 1961.

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Finanzexperten haben vor einer Deflation mehr Angst als vor einer Inflation. Denn sie zerstört Konsum und Arbeitsplätze.

Grund: Wenn die Preise in den Geschäften immer mehr fallen bzw. das Geld im Geldbeutel immer mehr wert ist, kaufen paradoxerweise nicht mehr Menschen ein, sondern weniger – weil alle darauf warten, dass die Preise noch weiter sinken.

Tun sie irgendwann dann auch, wenn auch notgedrungen. Denn die Ladenbesitzer und Hersteller müssen ihre Waren loswerden, egal zu welchem Preis. Nehmen sie aber weniger Geld ein, entlassen sie ihre Mitarbeiter. Folge: Massenarbeitslosigkeit, Verfall der Sozialsysteme, Abwärtsspirale.

Dann bleibt den Konsumenten, die sich eine Zeit lang über sinkende Preise freuen durften, das Lachen im Halse stecken.

Die New York Times: "Spanien hat jetzt schon unglaubliche 15,5 Prozent Arbeitslosigkeit, aber es drohen bald schon 20 Prozent. Für ein industrialisiertes Land ein Desaster."

Die New York Times weiß selbst ein Lied von der Krise zu singen: Im ersten Quartal 2009 hat die Zeitungsgruppe 57 Millionen Euro verloren, schreibt die spanische Zeitung "El Mundo". Grund: Die Werbekunden bleiben aus.

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