Nach Spanien auswandern?

Mancher war ein- oder mehrmals dort im Urlaub – die Erinnerungen wirken nach. Kommt dann noch die Tristesse des deutschen Wetters und vielleicht ein unbefriedigender Job oder gar die Arbeitslosigkeit ins Spiel ist die Versuchung doppelt groß.

Immer realistisch bleiben

Jeder, der sich mit dem Gedanken der Auswanderung nach Spanien beschäftigt sollte sich aber zuallererst von der Postkartenidylle verabschieden und der Realität ins Auge sehen. Auch Spanien hat mit der Eurokrise zu kämpfen, Spaniens Arbeitslosenquote ist sehr hoch und nicht überall bietet die Infrastruktur gute Bedingungen für Neubürger.

Welcher Schritt zuerst gemacht werden sollte

Natürlich plant jeder für sich. Hat aber auch jeder alles bedacht? Aus den verschiedensten Medien ist bekannt, dass viele Spanienauswanderer ihre Träume nicht verwirklichen konnten und im schlimmsten Fall in eine absolute Katastrophe geschlittert sind.

Nichts überstürzen

Es ist bestimmt am besten, wenn man sich zuerst einmal darüber klar wird wie man seinen Lebensunterhalt bestreiten will. Wer ein Angestelltenverhältnis eingehen möchte sollte sich nach einem Job in der von ihm gewählten Region kümmern.

Die Frage des Wohnraums ist sehr wichtig. Nicht überall ist Wohnraum preiswert und Miete muss nun einmal bezahlt werden.

Wo man sich informieren kann

Am bequemsten ist natürlich die Nutzung des Internets. Aber auch hier ist Vorsicht geboten! Nicht alle Anbieter von Arbeitsplatz und/oder Wohnraum sind seriös. Bevor ein Vertrag abgeschlossen wird sollte man schon im Vorfeld einmal nach Spanien reisen und sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten machen – das vermeidet vielleicht unangenehme Überraschungen.

Es ist bestimmt von Vorteil, wenn man sich in Deutschland zum Beispiel bei der spanischen Botschaft oder anderen spanischen Institutionen informiert. Hier werden sicher auch viele Fragen beantwortet und man erhält nützliche Hinweise.

Die andere Sprache

Sehr vernünftig handelt wer bereits vor dem endgültigen Auswanderungstermin einen Sprachkurs belegt. Volkshochschulen bieten preiswert Kurse an, das Internet nennt verschiedenste Sprachkursanbieter und Bibliotheken und Buchläden bieten Materialien zum Erlernen der neuen Sprache, auch für das Selbststudium, an. Wer mit Kindern auswandert sollte auch bedenken, dass in Spanien in den Schulen eben die spanische Sprache gesprochen wird – also sollten auch die Kinder die neue Sprache halbwegs beherrschen. Natürlich lernen Kinder eine neue Sprache oft einfach nur durch den Kontakt mit den fremdsprachigen Kindern. Allerdings müssen Eltern davon ausgehen, dass in den Schulen doch ein größerer Wortschatz unbedingt von Nutzen ist – eine gute Schulbildung eröffnet im späteren Leben bessere Chancen.

Nicht nur die Sprache ist neu – wie in Deutschland gibt es auch in Spanien Formulare… Die wollen verstanden und richtig ausgefüllt sein um späteren Stress zu vermeiden und auch die Angestellten in den verschiedenen Ämtern müssen verstanden werden. Das erspart Unannehmlichkeiten und Zeitdruck.

Behördengänge in Spanien

Die ersten Behördengänge im neuen „Wohnland“ sind unbedingt die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt, das Anmelden der Kinder in Kita oder Schule, das Beantragen einer Steuernummer und eines Ausländerzertifikats und für den, der ein anmeldepflichtiges Fahrzeug hat die Anmeldung des Fahrzeugs bei der entsprechenden spanischen Behörde.

Wichtig und unbedingt zu Erledigen ist der Abschluss einer Krankenversicherung. Nur wer in Deutschland gemeldet ist kann seine deutsche Krankenversicherung weiter nutzen, wer allerdings seine Meldeadresse in Spanien hat muss eine spanische Krankenversicherung abschließen.

Fazit

Also nicht einfach los und auf ein gutes Gelingen hoffen! Informieren und gut durchdacht planen erleichtert den Neuanfang und lässt entspannter in die Zukunft blicken. Spanien kann also bei guter Planung durchaus ein lohnendes Auswanderungsziel sein.

Viel Glück beim Neuanfang!

Buena suerte con tu nuevo comienzo!