Mourinho oder van Basten: Valencia will einen “Großen”

Mit diesem Satz gab der in der Nacht zum Montag gefeuerte Coach des FC Valencia, Quique Sanchez Flores, tiefe Einblicke ins Leben eines Trainers im Profi-Fußball – und hinter die Kulissen des FC Valencia.

Die Spekulationen über seinen Nachfolger schießen unterdessen ins Kraut. Klar ist nur, so Präsident Juan Solér, dass man einen „großen Namen“ verpflichten will. Umworben werden der italienische Meistertrainer Marcello Lippi, auch José Mourinho (Bild), Ex-Coach von Chelsea, steht auf der Liste. Und Marco van Basten aus Holland.

Sanchez Flores hatte sich in der vergangenen Saison auf einen Machtkampf mit Sportdirektor Amedeo Carboni eingelassen, der ihn öffentlich kritisierte, weil er Leistungsträger und Publikumslieblinge wie Rufete,  Aimar und Mista aus unerfindlichen Gründen aussortierte. Der Trainer gewann den Machtkampf, litt aber offensichtlich doch darunter. Die Mannschaft spielte in der Folge unattraktiven Fußball, die Zuschauer pfiffen das eigene Team aus.

Der Vorstand des FC Valencia hatte nun nach der Niederlage vom Sonntag gegen Sevilla die Nase voll. Nach dem miesen Kick seiner Profis wurde Trainer Sanchez Flores entlassen. Der Verein zog damit die Konsequenzen aus den unbeständigen Leistungen seiner Angestellten, die zwar in der Liga auf Platz vier stehen und auch in der Champions League schon gewonnen haben, aber eben auch hin und wieder verlieren, und zwar auf besorgniserregende Weise. Zuletzt gingen vier von fünf Partien an die Gegner Valencias.

Neuer Trainer in Valencia ist erst einmal Amateurtrainer Óscar Fernández, der Verein wird sich wohl jetzt einen neuen Übungsleiter suchen.