Erst kürzlich ist der spanischen Polizei ein wichtiger Schlag gegen eine bulgarische Bande gelungen, die sich auf die Fälschung von Kredit- und Bankkarten spezialisiert hat. 

Mit völlig neuartigen technischen Errungenschaften hat die Bande hunderte von Geldautomaten in diversen spanischen Provinzen manipuliert, darunter in Valencia, Alicante, Barcelona, Madrid und Málaga. 

Noch vor einem Jahr wurden die Automaten oft mit einer Art Kopiergerät ausgestattet, das unauffällig montiert wurde und die Karten gelesen hat, während ein Bankkunde Geld abhob. Es wurde empfohlen, die Geheimzahl möglichst verdeckt einzugeben, damit sie nicht von einer zusätzlich installierten Kamera gefilmt werden konnte. 

Mittlerweile gilt diese Technik als veraltert. Neuartige Chips sind in der Lage, sämtliche relevante Kartendaten im Handumdrehen zu kopieren. Diese können dann reproduziert und von den Banden ausgiebig genutzt werden, meist zur Bargeldabhebung oder zur Shoppingtour im Internet. 

Den Bankkunden wird geraten, regelmäßig ihre Kontoauszüge zu überprüfen. Auch Bewegegungen mit der Kreditkarte sollten kontrolliert werden. Normalerweise reicht eine Anzeige bei der Polizei und eine Überprüfung durch die Hausbank, die für den entstandenen Schaden aufkommt, obwohl dies nicht bei allen Kreditinstituten der Fall ist. Völlig problemlos handelt besipielsweise "La Caixa". Die Sparkasse erstattet das Geld umgehend zurück.

Missbrauch mit Kreditkarten kann aber auch mit Hilfe von Spy-Programmen entstehen, die im Internet verbreitet sind. Wer auf einer unsicheren Seite beispielsweise einen Einkauf oder eine Buchung tätigt und dabei seine Kartendaten eingibt, kann ebenso betroffen sein. 

Und wer hätte gedacht, dass er noch nicht einmal im Restaurant vor möglichen Fälschungen geschützt ist? Wer sein Essen mit Karte zahlt, setzt sich theoretisch der Gefahr aus, dass ein Angestellter des Lokals die Kartennummer, den Karteninhaber und den rückwärtigen Sicherheitscode notiert. Mit diesen Daten kann man problemlos im Internet einkaufen.