Das Verfahren wurde am Montag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen eröffnet. Die Leiche der damals 17-jährigen Marta del Castillo wurde bis heute nicht gefunden.

Auf der Anklagebank sitzen der geständige Mörder und ehemalige Freund des Opfers, der 20 Jahre alte Miguel Carcaño, und drei mutmaßliche Komplizen. Die Staatsanwaltschaft fordert für den Hauptangeklagten eine Gefängnisstrafe von 52 Jahren.

Marta del Castillo hatte am 24. Januar 2009 ihr Elternhaus verlassen, um sich mit ihrem früheren Freund zu treffen. Sie wurde niemals wiedergesehen. Carcaño hatte gestanden, die junge Frau mit einem Aschenbecher erschlagen zu haben.

In den vergangenen Jahren hat er jedoch mehrmals seine Aussagen geändert. Unklar ist auch, ob er das Mädchen vergewaltigt hat. Sein Freund Samuel Benítez wird beschuldigt, Carcaño dabei geholfen zu haben, die Leiche in den Guadalquivir-Fluss zu werfen.

Später widerrief er diese Aussage. Eine mehrtägige Suchaktion im Fluss blieb ergebnislos. Später wurde auch ein riesiger Müllabladeplatz bei Sevilla vergebens durchsucht.