Maddies Eltern jetzt Hauptverdächtige: Anklage wegen Meineids?

Eigentlich hatten sie gehofft, im Januar Einsicht in die Akten der portugiesischen Justiz zu bekommen, um ihren Status als Verdächtige im Fall Maddie anzufechten. Aber jetzt sind sie offenbar verdächtiger als je zuvor.

Ein neuer Polizeibericht führt sie laut der portugiesischen Zeitung Correio da Manha sogar als Hauptverdächtige. Demnach geht die Polizei davon aus, dass die McCanns ihre Tochter umgebracht und den Körper beseitigt haben. Nach Angaben der Daily Mail soll der Bericht am Donnerstag offiziell den Behörden übergeben werden.

Werden sie wegen Meineids und Behinderung der Polizei angeklagt?

Laut Bericht könnten die McCanns sogar wegen Falschaussagen und Behinderung der polizeilichen Ermittlungen angeklagt werden. Auch wird geprüft, ob die McCanns die Polizei dafür benutzt haben, um von ihrer Tat abzulenken. Der Bericht dient offenbar dazu, die Frist zu verlängern, innerhalb derer die McCanns als Verdächtige offiziell geführt werden können. Den McCanns kann derart auch die Einsicht in die Akten verwehrt werden.

In dem Bericht wird aber auch weiterhin an der Entführungstheorie festgehalten, die unter anderem dazu führte, den Briten Robert Murat seit 14. Mai als Verdächtigen einzustufen. Auch diese Version wird nicht verworfen, sondern verlängert – wenn auch laut Bericht kaum noch davon ausgegangen wird, dass Maddie entführt wurde. Murats Anwalt bezeichnete die Behandlung seines Mandanten als „grausam“. Man solle Murat entweder anklagen oder von der Verdächtigen-Liste streichen.

Freunde der McCanns werden noch vor den Eltern Maddies verhört

Laut dem Bericht will die Polizei nun auch die formalen Anforderungen erfüllen, um die Freunde der McCanns, die so genannten „Tapas Nine“, erneut zu verhören, und zwar noch vor den McCanns selbst. Wer letztlich angeklagt wird – und ob überhaupt – wird sich wohl erst nach diesen erneuten Verhören entscheiden.