Maddie und Mari Luz – Werden sie jemals gefunden?

Im Falle von Mari Luz hat die Polizei die verdächtigen Personen auf ein Minimum reduziert. Man konzentriert sich vor allem auf einen Nachbarn aus dem Viertel El Torrejón, wo Mari Luz zuhause ist, der sich einen Tag nach dem Verschwinden der Kleinen scheinbar in Luft aufgelöst hat. Der Mann ist zwar identifiziert, die Suche verlief bisher jedoch erfolglos. In Granada hat offenbar ein Ehepaar zusätzliche Aussagen gemacht, die von der Polizei sehr ernst genommen werden.

Derweil suchten rund 200 Polizisten, Zivilgardisten und Freiwillige auch am Donnerstag fieberhaft nach dem dunkelhaarigen Kind. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe zur portugiesischen Grenze, nicht weit von Praia da Luz, wo im Mai die kleine Britin Madeleine McCann verschwunden war. Die britische Presse spekulierte am Donnerstag bereits über einen Fall „Maddie 2″.

Mehr als 50 Freiwillige haben sich am Donnerstag im andalusischen Huelva eingefunden, um nach dem vermissten Mädchen zu suchen, teilte die Feuerwehr in Sevilla mit. Außerdem waren 150 Zivilgardisten, Polizisten und Feuerwehrleute an dem Einsatz beteiligt. Die gesamte Region Huelva werde durchforstet. 

Die McCanns beten für Mari Luz

Die kleine Mari Luz, die aus einer Familie von Nichtsesshaften stammt, war am Sonntagnachmittag von zu Hause weggegangen. Sie habe das Elternhaus verlassen, um in einem nahe gelegenen Geschäft eine Tüte Chips zu kaufen. Zunächst suchten die Eltern stundenlang die Wohnanlage ab, wo die Familie zuhause ist. Danach ging die Familie zur Polizei. Die Beamten suchten die Gegend mit Hubschraubern und Spürhunden ab, fanden aber von der Kleinen keine Spur.

Die britische Presse war am Donnerstag in heller Aufregung, vor allem wegen der geographischen Nähe zu Praia da Luz, wo die kleine Madeleine McCann im Mai aus einem Hotelzimmer in einer Ferienanlage verschwunden war.

Das Boulevardblatt „Sun“ berichtete, Huelva sei nur zwei Autostunden von Praia da Luz entfernt. Maddies Vater Gerry McCann schrieb am Donnerstag in seinem Internettagebuch: „Das bringt viele furchtbare Gefühle mit Macht zurück. Wir hoffen und beten, dass Mari schnell gefunden und sicher zur ihrer Familie zurückgebracht wird“.