Maddie-Forum: “Zieht dieses Ärztepaar aus dem Verkehr”

„Dieser britische Schnulzen-Imperialismus nervt nur noch tierisch. Zieht endlich dieses Ärztepaar aus dem Verkehr und behandelt sie als das, was sie wirklich sind…“

Barbara fragt: „Warum sollen die McCanns eigentlich nicht jeden verklagen, den Sie verklagen wollen?“ Und Sina sagt: „Die McCanns sind schuldig – indem sie ihre Kinder alleine gelassen haben.“

Maddies Eltern gehen derweil in die Offensive. Ihr Sprecher gab zu, dass das Anwälte-Team von Kate und Gerry McCann eine Klage gegen die portugiesische Polizei nicht ausschließt.

Sollte die Polizei die Suche nach ihrer Tochter Madeleine, die am 3. Mai in Praia da Luz verschwand, aufgeben, wollen die Eltern Maddies klagen. Im Gespräch sind nach Informationen der Daily Mail 1,4 Millionen Euro Schadenersatz. McCann-Sprecher Clarence Mitchell sagte, dies sei im Bereich des Möglichen.

Einer der portugiesischen Anwälte, die im Sold der McCanns stehen, Rosario Alves, sagte der Zeitung Diario de Noticias: „Wir tun, was wir tun müssen. Alles zu seiner Zeit.“ Ein anderer Anwalt der McCanns, Carlos Pinto de Abreu, sagte, dass die McCanns allerdings nachweisen müssten, dass die Polizei fahrlässig mit Informationen umgegangen seien, die zum Auffinden Maddies hätten beitragen können.

Zeugen bestätigen: Die Polizei hat uns nie kontaktiert oder zurückgerufen

Nach diesen Nachweisen scheinen die McCanns nun zu suchen. Ein Zeuge, der Maddie in Marokko gesehen haben will, sagte: „Ich habe der Polizei gesagt, dass ich Maddie in Marokko gesehen habe. Sie sagten mir, es könne nicht Maddie gewesen sein, weil man davon ausgehe, dass das Kind bereits tot sei.“

Andere Zeugen berichten, dass sie nach Hinweisen niemals von der Polizei zurückgerufen oder kontaktiert worden seien. Den McCanns muss nun der Nachweis gelingen, dass die Polizei absichtlich Informationen unterdrückt hat. Anwalt Carlos Pinto de Abreu: „Aber das wird sehr schwer werden, praktisch unmöglich.“

Überlegt wird offenbar auch, die Polizei dafür zu verklagen, dass sie die McCanns zu Tatverdächtigen erklärt hat. Während Anwalt Pinto de Abreu dies für aussichtslos hält, will McCann-Sprecher Mitchell auch dies nicht ausschließen.

Offenbar wollen die McCanns und ihre Anwälte verhindern, dass der Fall Maddie zu den Akten gelegt wird. Angeblich könnte dies noch vor Weihnachten der Fall sein, wenn weiterhin keine ernsthafte Spur des vermissten Mädchen auftaucht.

Ändert Jane Tanner ihre Version der „Entführung“ Maddies?

Unterdessen veröffentlichten portugiesische Medien die Namen der McCann-Freunde, die angeblich ihre Aussage über die Vorfälle am Abend des 3. Mai ändern wollen. Demnach sind es Russell O´Brien und Jane Tanner. 

Tanner hatte ausgesagt, dass sie gesehen habe, wie ein Mann gegen 21.15 Uhr ein Kind aus dem Appartment-Block der McCanns getragen habe. Sie ist die einzige Zeugin für diesen Vorgang, andere Zeugen hatten nichts bemerkt. O´Brien und Tanner dementierten, dass sie ihre Aussagen diesbezüglich ändern wollten.