Legendäre “Enigma” der Nazis begeisterte Franco

Die legendäre Chiffriermaschine "Enigma" der Nazis war offenbar auch in Spanien ein beliebtes Werkzeug, und verschaffte Franco so manch einen Vorteil in seinem Bestreben, an die Macht zu gelangen. 

Im Hauptquartier des Kommandos der Bodentruppen in Madrid seien 16 solcher Maschinen entdeckt worden, berichtete die Zeitung "El País" am Sonntag. 

Demnach wurde der Einsatz der "Enigma" bislang als Armeegeheimnis unter Verschluss gehalten. 

Franco hatte 1936 gegen die republikanische Regierung in Madrid geputscht und nach dreijährigem Kampf schließlich die Macht in Spanien übernommen. Das Regime Francos endete erst mit dem Tod des Diktators im Jahr 1975.

Durch den Einsatz der "Enigma"-Maschinen sei es Franco ab Ende 1936 möglich gewesen, mit anderen Generälen auf Seiten der Putschisten im Norden und Süden des Landes zu kommunizieren und die Offensive der nationalistischen Truppen besser zu koordinieren, berichtete "El País". 

Demnach kaufte Franco von Nazi-Deutschland, das den rechtsgerichteten General unterstützte, zwanzig "Enigma"-Maschinen in einer handelsüblichen Ausgabe, die weniger kompliziert als die militärische Version war. 

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Die "Enigma"-Chiffriermaschine wurde in den 1920er Jahren zur Verschlüsselung von Botschaften entwickelt. 

Der schreibmaschinenähnliche Kasten galt damals als Wunderwerk, da er billionfache Verschlüsselungsmöglichkeiten bot. 

Während des Zweiten Weltkriegs setzten die deutschen Truppen die Maschine ein, um ihre Kommunikation zu chiffrieren. Eine Gruppe polnischer Mathematiker gelang es jedoch den Code zu knacken. 

Dadurch konnten die Alliierten später Geheimnachrichten der Deutschen entschlüsseln, was als mit entscheidend für den Ausgang des Zweiten Weltkrieges gilt.