Krise: Schwarzarbeit soll weg, Steuersünder müssen blechen

Das Kabinett beschloss einen 60-Punkte-Plan, mit dem Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft stärker verfolgt werden sollen. So soll etwa der Datenaustausch zwischen den Finanzämtern und der Sozialversicherung ausgebaut werden.

In den kommenden vier Jahren rechnet die sozialistische Regierung dadurch mit zusätzlichen Einnahmen von rund einer Milliarde Euro.

"Der Kampf gegen den Steuerbetrug ist immer wichtig, aber zu Krisenzeiten wie jetzt umso mehr", sagte Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado Elena. Schätzungen zufolge entsprechen die Steuerausfälle durch Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit etwa einem Fünftel des spanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Im Kampf gegen die Krise hat Madrid bereits Maßnahmen wie ein 50 Milliarden Euro schweres Sparpaket und die Erhöhung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre beschlossen.

Spanien, das weiterhin in der Rezession steckt, erwartet dieses Jahr eine Neuverschuldung von 9,8 Prozent des BIP. Bis 2013 will das Land das Defizit auf die in der EU zulässigen drei Prozent verringert haben.  (SAZ, dpa)

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