Krise in Spanien: Wirtschaft schrumpft weiter, Rajoy muss kämpfen! “Keine Illusionen”

Denn auch der neue Wirtschaftsminister Luis de Guindos rechnet für das laufende Quartal mit einem erneuten Schrumpfen der Wirtschaft seines Landes.

„Die spanische Wirtschaft wird in diesem Semester sicherlich einen Rückfall erleiden, und wir werden wieder ein negatives Wirtschaftswachstum haben“, sagte Guindos am Montag. Laut spanischen Medien gab er den Rückgang der Wirtschaftsleistung für die letzten drei Monate 2011 mit rund 0,2 bis 0,3 Prozent an. „Wir dürfen uns keine Illusionen machen: Die nächsten beiden Quartale werden, was Wachstum und Arbeitsplätze angeht, nicht leicht“, sagte Guindos weiter.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Spaniens war 2009 um 3,7 Prozent geschrumpft, 2010 nochmal um 0,1 Prozent. Anfang 2011 hatte die Wirtschaftsleistung wieder leicht zugelegt (um 0,4 Prozent im ersten Quartal), im zweiten Quartal stieg sie nur noch um 0,2 Prozent, im dritten Quartal kam das Wachstum wieder zum Erliegen.

Die neue spanische Regierung unter dem konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy hatte am Donnerstag ihre Arbeit aufgenommen. Spanien hat den anderen EU-Staaten zugesagt, das Haushaltsdefizit von 9,3 Prozent des BIP 2010 auf 4,4 Prozent im kommenden Jahr und dann ab 2013 wieder auf höchstens drei Prozent zu drücken. Rajoy hat dazu neue Sparpakete angekündigt, so sollen 2012 im öffentlichen Sektor mindestens 16,5 Milliarden Euro eingespart werden. Vom 30. Dezember an sollen die ersten Sparpläne beschlossen werden. (SAZ, AFP)