Krise in Spanien: Werbefreies Fernsehen killt 18.000 Jobs

 

Das sagen Werbetreibende in ganz Spanien, die sich über die geplante Werbefreiheit im staatlichen spanischen Fernsehen ärgern. Denn ab Herbst soll TVE "sauber" werden, also werbefrei.

Eigentlich wollte die Regierung Zapatero damit den privaten Sendern helfen, die seit Jahren fordern, die Werbung aus dem staatlich finanzierten Fernsehen zu verbannen. Aber jetzt jammern Werbeagenturen und mittelständische Unternehmen.

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4.637 Firmen sind direkt und indirekt betroffen, wenn es demnächst weniger Werbung in Spanien gibt, so der Verband der Werbeagenturen. Denn die privaten Sender können natürlich nicht alle Werbung aufnehmen, die im staatlichen TV wegfällt.

Und die Verknappung der Werbezeiten führt vor allem zu einem: zu einer Verteuerung der Werbung im privaten Fernsehen. Mit anderen Worten: Nur noch große Unternehmen können sich Werbung leisten.

Schon frohlocken Internetzeitungen und andere Anbieter im Internet und in der Printbranche, die sich Zuwächse in ihrem Werbevolumen erhoffen.

Aber es wird wohl sein wie immer: Am Ende ziehen sich viele Firmen aus der Öffentlichkeit zurück. Erst aus der Werbung – und dann für immer.

Die Zahl der Pleiten in Spanien ist derzeit enorm. Allein in der Provinz Alicante sind bereits 13 Prozent der Unternehmen verschwunden.

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