Krise in Spanien: Einwanderer flüchten, Bevölkerung schrumpft

Im Jahr 2012 sei die Zahl der im Land gemeldeten Ausländer im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 190 000 gesunken, teilte die nationale Statistikbehörde INE am Freitag in Madrid mit. Das entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent. Zum 1. Januar 2013 waren den amtlichen Angaben zufolge etwas mehr als 5,5 Millionen Ausländer in Spanien registriert. Sie machten 11,8 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

Allein zwischen 2003 und 2011 hatte sich die Zahl der Ausländer in Spanien nahezu verdoppelt, und zwar von 3,0 auf 5,8 Millionen. Noch kurz vor Beginn der Krise im Jahre 2007 lebten 700 000 Nicht-Spanier mehr im Land als im Vorjahr. Erst 2011 zählten die Statistiker den ersten Rückgang nach rund 15 Jahren. In dem Jahr nahm die Migrantenzahl laut INE allerdings nur um gut 15 200 ab.

Die starke Abwanderung von Ausländern war der Hauptgrund dafür, dass die Einwohnerzahl Spaniens 2012 erstmals seit Beginn der INE-Erhebungen im Jahr 1996 gesunken ist. Wie das Statistikinstitut bereits vor einigen Monaten gemeldet hatte, schrumpfte die Bevölkerung 2012 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 206 000 auf 47,1 Millionen.