Unter den betroffenen öffentlichen Einrichtungen war auch
ein Schwimmbad, in dem sich zum Zeitpunkt der Stromabschaltung viele Badegäste aufhielten, wie eine Stadtsprecherin sagte.

Auch in einer Bibliothek und einem Sportzentrum der zentralspanischen Stadt sei es dunkel geworden. „Das sind die ersten Abschaltungen, wir fürchten aber noch weitere“, sagte die Sprecherin.

Der Stromkonzern Iberdrola hatte nach Angaben der Sprecherin im Vorfeld vor den Abschaltungen in nicht dringend benötigten öffentlichen Einrichtungen gewarnt. „Sie waren es, die entschieden haben, welche Einrichtungen nicht dringend benötigt werden“, sagte die Beamtin.

Bürgermeisterin Carmen Bayod habe den Konzern in letzter Minute davon abhalten können, den Strom in einem Kindergarten abzuschalten. Eine Iberdrola-Sprecherin bestätigte die Abschaltungen, wollte sich aber nicht weiter dazu äußern.

Aufgrund der weltweiten Finanzkrise und des Platzens der Immobilienblase 2008 kämpfen viele spanische Städte und Regionen mit finanziellen Problemen.

Iberdrola und städtischen Beamten zufolge häufte die Stadt
unbezahlte Stromrechnungen von mehr als einer Million Euro an. (AFP, SAZ)