Klose tief beleidigt: “Wer sind schon Messi und Ronaldo?”

Im WM-Blog "El Freunde" schreibt SAZ-Chef Wilhelm Wagner:

Miro Klose war "todtraurig" über seinen Platzverweise gegen Serbien und hätte sich von Schiri Alberto Undiano gerne ein persönliches Gespräch vor seiner zweiten gelben Karte gewünscht.

Bastian "Schweini" Schweinsteiger erklärte nach der Pleite im zweiten WM-Spiel, "so mache Fußball keinen Spaß mehr".

Oli Kahn, von Spaniens Presse immer noch gerne "Khan" geschrieben, verstand im ZDF ebenfalls die Welt nicht mehr.

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Wie so oft bemühte man von Bayern-Seite das Argument der "internationalen Härte" – ganz so, als würde der 36 Jahre alte Undiano bei den Hottentotten pfeifen.

Fakt ist: Der Mann aus Pamplona pfeift seit 10 Jahren in Spaniens Primera División, hatte und hat dort mit Leuten wie Beckham, Figo, Ronaldo, Zidane, Ronaldinho, Anelka, Raúl, Kaká, Cristiano Ronaldo, Ibrahimovic, Forlan und Messi zu tun. Geht es internationaler?

Die Fakten sagen auch: Undiano hat in der vergangenen Saison in 17 Spielen 86 gelbe Karten gezückt, sechsmal gelb-rot  und fünfmal direkt rot. So ist das eben in Spanien, wo man die kreativen Spieler vor gemeinen Tritten in die Hacken schützen will. Schiri Iturralde gab in 22 Spielen gar 138 gelbe Karten und fünf rote.

Scheinbar wissen nur die Deutschen bzw. Bayern das nicht. Sie schauten, als hätten sie noch nie einen spanischen Schiri in Aktion erlebt.  Die Zeitung "Marca" kommentierte: "Undiano pfiff wie immer, jede einzelne der Karten war den Regeln entsprechend vertretbar."

Serbiens Trainer Antic war schlauer. Er sagte: "Ich wusste was passieren würde und habe meine Spieler gewarnt."

Antic ist eben selbst international ausgerichtet, hat den FC Barcelona sowie Real und Atlético Madrid trainiert.

Einfacher Gedanke: Vielleicht würde ein Blick über den Tellerrand auch den Deutschen und Bayern guttun?  (Foto: Wikipedia)