Katalonien bleibt hart: 127 Jahre Knast für Serienmörder! “40 Jahre hinter Gitter”

Der Obere Gerichtshof von Katalonien wies am Mittwoch in Barcelona den Einspruch der Anwälte des 49-Jährigen ab und bestätigte die im vergangenen Juni vom Landgericht im katalanischen Gerona verhängte Haftstrafe von 127 Jahren und sechs Monaten. Nach spanischem Gesetz wird der zum Teil geständige Joan Vila allerdings höchstens 40 Jahre im Gefängnis verbringen müssen. Zudem muss er gemäß Urteil 369 000 Euro Entschädigung zahlen.

Vila hat zugegeben, in den Jahren 2009 und 2010 in einem Altenheim der Kleinstadt Olot neun Männer und zwei Frauen «grausam und heimtückisch» umgebracht zu haben. Die Opfer mussten Putzmittel trinken, bekamen Insulinüberdosen oder tödliche Medikamenten-Cocktails. Die Verteidigung hatte auf eine «psychische Störung» ihres Mandanten plädiert und behauptet, der Pfleger habe die alten Menschen aus Mitleid getötet, um diese von ihren Leiden zu erlösen. Bei ihrem Berufungsantrag meinte sie, ein Geständnis reiche für eine Verurteilung aufgrund fehlender Beweise nicht aus.

Der Angeklagte gab zu, in dem Heim «La Caritat» auch einen zwölften Bewohner vergiftet zu haben. Die Ermittler konnten jedoch nicht zweifelsfrei feststellen, ob der Betreffende umgebracht wurde oder eines natürlichen Todes starb. Bevor der Angeklagte die Stelle im Altenheim bekam, war er nach Berichten spanischer Medien mehr als 20 Jahre lang in psychiatrischer Behandlung gewesen.