Kanarische Inseln und Fuerteventura: Ewiger Frühling – für Urlauber und Wale!

Die Kanarischen Inseln, allen voran Gran Canaria, Teneriffa, Gomera und Fuerteventura stehen für Badespaß und Wanderfreuden. Und das dank des tollen Wetters verlässlich und das ganze Jahr über.

Zu den beliebtesten Inseln auf den Kanaren zählt Fuerteventura – sie heißt auch die „Insel des ewigen Frühlings“ – denn die Passatwinde und das Meer halten die heiße Sahara-Luft aus Afrika weitgehend von den Urlaubern fern. So gilt das Motto: Urlaub auf den Kanarischen Inseln ein Muss für Sonnenhungrige.

Aber auch in Sachen Umwelt sind die Kanarischen Inseln ganz weit vorne. Denn seit der Verhängung eines Verbots von Sonargeräten bei Marinemanövern vor neun Jahren hat es auf den Kanarischen Inseln keine Massenstrandung von Walen mehr gegeben. Und das gefällt natürlich auch den Urlaubern. Sonnebaden mit gutem Gewissen: Besser geht es doch gar nicht.

Die Kanaren avancierten aufgrund dieses Erfolges weltweit zum Vorbild beim Schutz der Meeresfauna und insbesondere der Meeressäugetiere. Wie der Leiter des Instituts für Tiergesundheit der Universität Las Palmas de Gran Canaria, Antonio Fernández, sagte, habe nur Spanien nach einer entsprechenden Empfehlung des Europäischen Parlaments 2004 ein Verbot von Marinemanövern mit dem Einsatz von Sonargeräten für das Meeresgebiet um die Inselgruppe im Atlantik vor der Westküste Nordafrikas verhängt.

Diese Entscheidung habe sich spätestens jetzt als richtig erwiesen. Der Wissenschaftler hofft, dass seine Veröffentlichung der Ergebnisse der Initiative in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Nature» dazu führt, dass andere Länder dem Beispiel folgen.

Kurz vor dem spanischen Sonar-Verbot waren nach Massenstrandungen auf den Kanaren 14 (2002 vor Lanzarote) und vier (2004 vor Fuerteventura) Wale verendet. Eine Forschergruppe um Fernández stellte damals fest, dass vor dem Massensterben nördlich der Kanaren Seekriegsmanöver stattgefunden hatten, bei denen mit Sonargeräten Explosionen im mittleren Frequenzbereich erzeugt worden waren, was zur Aufspürung von feindlichen U-Booten dient.

Fernández sagt: „Wale reagieren sehr sensibel auf die Sonargeräte. Heute weiß man, dass die Tiere in Panik geraten und ihr Tauchverhalten dadurch gestört wird.“ Das führe bei den Walen zu einem Leiden, das mit der Dekompressionskrankheit bei Tauchern, die zu schnell auftauchen, verglichen werden könne.