Die Jugendlichen hatten sich über das Online-Netzwerk Facebook zusammengefunden, in dem eine Gruppe namens „Jugend ohne Zukunft“ 7.000 Anhänger gefunden hatte.

Die Demonstranten marschierten während des Feierabendverkehrs durch die Straßen der spanischen Hauptstadt und trugen Schilder mit Parolen wie „Genug“ und „Wir werden nicht schweigen, wir werden uns nicht damit abfinden“.

Die Organisatoren sagten, sie hätten sich von den Menschen in Nordafrika und in anderen europäischen Ländern inspirieren lassen: „Italien, Frankreich, Griechenland und Island haben uns gelehrt, dass Mobilisierung unverzichtbar ist“, schrieben sie in einem Manifest, das während der Demonstration verteilt wurde.

„Die arabische Welt hat uns gezeigt, dass der Sieg möglich ist.“ In dem Manifest erklären die Organisatoren, sie wollten selbst der „Motor des Wandels“ sein und gegen Armut, Arbeitslosigkeit und die Privatisierung der Bildung kämpfen.

Viele Teilnehmer beklagten, dass sie kaum Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz hätten und dass selbst hoch qualifizierte junge Spanier nicht selten gezwungen seien, nach dem Studium bei ihren Eltern wohnen zu bleiben.

Fakt ist: Im Februar stieg die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien auf sensationelle 43,5 Prozent – mehr als das Doppelte des ohnehin schon gigantischen spanischen Durchschnitts.