Gran Canaria und Teneriffa: Touristen entsetzt, Repsol will bohren! “Grünes Licht aus Madrid”

Wie Unternehmenschef Antonio Brufau am Dienstag in Las Palmas de Gran Canaria bekanntgab, sollen die Untersuchungen im Meeresgrund des Atlantiks im letzten Quartal 2014 gestartet werden. Dazu fehle noch die Genehmigung des Madrider Industrieministeriums. Das Umweltministerium hatte bereits grünes Licht gegeben.

Die Regionalregierung der Kanaren, die politischen Parteien auf dem Archipel und Umweltschützer sind gegen das Projekt. Sie sehen darin eine Gefahr für die Umwelt und die Tourismusbranche. Brufau rief dazu auf, die Debatte über die Erdölsuche zu entdramatisieren. Zunächst gehe es nur darum festzustellen, ob es in dem Gebiet überhaupt Erdölvorkommen gebe, sagte der Repsol-Chef: «Wenn es Erdöl gibt, werden wir sehen, wie wir es nutzen können.»

Die Suche solle 60 Kilometer vor der Küste der Insel Fuerteventura beginnen. Wenn dort Erdöl gefunden werde, könne dies bis zu 5000 neue Arbeitsplätze für die Kanaren bedeuten. Spaniens Industrieminister José Manuel Soria sagte, Spanien könne sich nicht den Luxus leisten, auf eine Erdölsuche zu verzichten. Das Land hänge beim Mineralöl zu 99 Prozent von Importen ab.