Gleichstellung für homosexuelle Partnerschaften im Kommen

Das soll sich nun ändern, auch wenn es zurzeit nur in kleinen Schritten vorwärtsgeht. Hamburg möchte nun die Ehe für Homosexuelle öffnen. Damit beabsichtigt die Hafenstadt, Diskriminierungen schlagartig zu beseitigen, so die Hamburger Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD), die damit auf ein Karlsruher Urteil reagierte. Am Dienstag entschied das Bundesverfassungsgericht, eine Adoption auch in Homo-Ehen zuzulassen. Die Sukzsessivadoption ist mit sofortiger Gültigkeit erlaubt und muss bis 2014 gesetzlich geregelt werden.

Mit einer Öffnung der Ehe für Homosexuelle werden Detailregelungen für eingetragene Partnerschaften automatisch überflüssig werden. Für alle verheirateten Paare, ob hetero- oder homosexuell, gelten dieselben Regeln. Die Grünen forderten bereits 2005 eine Öffnung der Ehe für Homosexuelle. Später zog die Linke im Oktober 2011 sowie die SPD zwei Monate später nach. Später wurde der Antrag von der SPD-Fraktion in den Bundestag eingebracht. Im April vergangenen Jahres fasste die FDP ebenfalls einen entsprechenden Beschluss. Die CDU hinkt weiterhin hinterher.

Im Grundgesetz wird die Ehe in Artikel 6 geschützt, aber nicht definiert. Das Bundesverfassungsgericht definierte die Eheschließung bis dato fälschlicherweise so, dass Mann und Frau zu einer Lebensgemeinschaft vereint werden. Verfassungsrichter zeigen sich nun offen und möchten auf den gesellschaftlichen Wandel des Eheverständnisses reagieren. Andere Staaten Europas wie die Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien, Belgien, Dänemark und Portugal haben die Ehe für Homosexuelle bereits geöffnet. Nun ist abzuwarten, wann homosexuelle Paare auch in Deutschland ungestört ihre Trauringe austauschen können.