Gewerkschaft und Regierung hilflos: Bald Rentenkürzungen!

Die liberale und konservative Presse sieht in den Arbeitnehmer-Organisationen die großen Verlierer des Streiks. „Die Gewerkschaften fuhren ihr letztes großes Geschütz auf, aber der Schuss ging nach hinten los“, meinte die Zeitung El Mundo. „Nun wird viel Zeit vergehen, bis sie zum nächsten Generalstreik aufrufen werden.“

An einer Schwächung der Arbeitnehmer-Organisationen konnte Zapatero indes nicht gelegen sein, denn die Gewerkschafter gehören zu seiner Wählerschaft, mit deren Stimmen er 2004 und 2008 die Wahlen gewonnen hatte.

Die Regierung vermied daher während des Streiks tunlichst jedes böse Wort über die Gewerkschaften. Sie verzichtete sogar darauf, den – wahrscheinlich stark übertriebenen – Angaben der Streikveranstalter über die Beteiligung eigene Zahlen entgegenzustellen.

Dem Regierungschef steht die schwerste Aufgabe jedoch nun erst noch bevor. Zapatero will die Gewerkschaften als Dialogpartner zurückgewinnen, aber er hat aufgrund der schlechten Wirtschafts- und Finanzlage praktisch keinen Spielraum für Zugeständnisse.

Im Gegenteil: Bei den Renten dürften neue Einschnitte unvermeidbar sein.

Foto: Alcino/Flickr