Heidelberg (ots) –

Bei Prostatakrebs wird die Prostata oft komplett chirurgisch entfernt. Doch das belastet den Organismus stark und führt auch nicht immer zum gewünschten Heilerfolg. Inkontinenz und Impotenz sind typische Nebenwirkung, die sich in vielen Fällen vermeiden lassen, wenn man fokal arbeitet: Dabei wird das mit Krebs befallene Organ nicht als Ganzes, sondern nur der Tumor behandelt. Dieses Konzept ist besonders für kleine, gut lokalisierbare Tumore geeignet. Fokale Therapien sind neuerdings auch in den Deutschen ‚S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom‘ verankert, einem Empfehlungskatalog der Deutsche Gesellschaft für Urologie.

Patienten können fokale Therapien vor allem dann angeboten werden, wenn der Tumor neben anderen Kriterien eng begrenzt ist und der PSA-Wert unter 10 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) liegt. Als weitere wichtige Voraussetzung wird eine hochpräzise Krebsdiagnostik gefordert, wie sie bereits seit Jahren an der Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie genutzt wird: Hierzu wurde ein spezielles Diagnoseverfahren entwickelt, das die Möglichkeiten moderner Ultraschalltechnik mit denen einer Magnetresonanztomographie (MRT) kombiniert. „Damit wird die Zahl der notwendigen Gewebeentnahmen (Biopsien) auf das absolute Minimum reduziert, während gleichzeitig die Genauigkeit gegenüber klassischen Biopsien erhöht wird“, erklärt der Urologe Dr. Thomas Dill, der mit Dr. Martin Löhr die Heidelberg Fachklinik seit zehn Jahren leitet.

Die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie in Deutschland hat die Vorteile dieser Behandlungsform frühzeitig erkannt und gilt als Wegbereiter fokaler Therapieformen bei Prostatakrebs; kaum eine andere Klinik kann auf derart große Patientenzahlen verweisen. Hier kommen je nach Art und Größe des Prostatatumors unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:

Das Sonablate 500-Verfahren arbeitet mit hochfokussiertem Ultraschall (HIFU), der von einer Sonde aus dem Enddarm heraus abgestrahlt wird, sich im Tumor bündelt und diesen durch Hitze zerstört – ein unblutiges, sehr schonendes Verfahren. Dieses Verfahren wird in Deutschland einzig von den Heidelberger Spezialisten angeboten. Verbreiteter ist es dagegen in den USA, wo das Sonablate 500-Verfahren die Zulassung der amerikanischen Lebensmittelbehörde „Food and Drug Administration (FAD)“ erhalten hat, der strengen US-amerikanischen Behörde für die Marktüberwachung von Lebensmitteln, Medikamenten und Medizinprodukten.

Bei der Irreversiblen Elektroporation (IRE) gehen von Elektroden, die in den Tumor eingeführt werden, kurze Spannungs- und Stromimpulsen aus, die den Tumor ebenfalls zerstören. Im amerikanischen Sprachraum bezeichnet man das Verfahren auch als NanoKnife. Allerdings schneidet dieses elektronische Skalpell nicht, sondern nutzt den Effekt, dass Tumorzellen durch Strom- und Spannungsimpulse abgetötet werden. „Das gesunde Gewebe, die Nerven und Blutgefäße erholen sich von der Behandlung rasch und erlangen wieder ihre Funktion“, erklärt Martin Löhr. Auch dieses Verfahren zählt zu den in den aktuellen Leitlinien empfohlenen fokalen Therapieverfahren.

Die Photodynamische Therapie (PDT), bei der bestimmte Photosensibilisatoren wie Chlorin E6 Trinatriumsalz, oder kurz Ce6, in den Tumorzellen angereichert werden, die dann mit monochromatischem, roten Laserlicht bestrahlt werden und so absterben, ist eine weitere innovative Behandlung, die bei Sonderfällen zum Einsatz kommt.

Wichtige Voraussetzung für alle drei fokalen Methoden ist eine hochpräzise Krebsdiagnostik. In Heidelberg wurde hierzu ein spezielles Diagnoseverfahren entwickelt, das die Möglichkeiten moderner Ultraschalltechnik mit denen einer Magnetresonanztomographie kombiniert. Damit wird die Zahl der notwendigen Gewebeentnahmen (Biopsien) auf das absolute Minimum reduziert.

Die beiden Urologen Dill und Löhr konnten ihre Expertise schon bei über Tausend Patienten unter Beweis stellen. „Schonende, fokale Therapien und exakte, schonende Diagnostik gehen bei uns Hand in Hand“, so die beiden Spezialisten. Die Behandlung kann sich dann auf die Areale beschränken, in denen Tumorzellen nachgewiesen wurden. Tumorfreie Areale können ausgespart bleiben, sodass meist alle Funktionen der Prostata erhalten bleiben.

Die fokale Therapie kann auch als Alternative zum „aktiven Nichtstun“, also zur aktiven Überwachung betrachtet werden, denn viele Patienten, denen man zu einem „aktiven Nichtstun“ rät, entwickeln Ängste oder sind verunsichert. „Patienten, deren Tumor nicht so aggressiv ist, dass er sofort operiert werden müsste, die aber dennoch einen Behandlungswunsch haben, empfehlen wir eine fokale Therapie“, erklärt Thomas Dill. Das gilt aber auch für Patienten, die aufgrund von Vorerkrankungen oder aufgrund des Alters nicht für eine radikale Entfernung der Prostata infrage kommen.

Allgemeine Informationen

Die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie hat sich auf modernste und schonendste Methoden zur Diagnose und Behandlung von Prostata-Erkrankungen spezialisiert. In vielen Bereichen gilt die Privatklinik als Wegbereiter moderner Therapieformen: So wurde an der Klinik für Prostata-Therapie die Methode des ‚Hochintensiv Fokussierten Ultraschalls‘ (High Intensity Focused Ultrasound, HIFU) erstmals in Deutschland zur Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt. Auch bei der gutartigen Vergrößerung der Prostata (Benigne Prostatahyperplasie, BPH) war die Klinik Vorreiter: Hier kam erstmals in Deutschland der sogenannte Grüne Laser (Greenlightlaser) zum Einsatz. Ein neu entwickeltes Kombinationsverfahren aus hochauflösender, standardisierter MRT-Untersuchung (MRT: Magnetresonanz-Tomographie) und Ultraschall-Bildgebung verbessert die Krebsdiagnose und mindert die Zahl notwendiger Biopsien.

Die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie im :medZ GmbH wurde im Jahr 1994 von dem Urologen Dr. med. Joachim-Ernst Deuster gegründet. Der Klinik für Prostata-Therapie, eingetragen im Handelsregister (Abt. B des Amtsgerichtes Mannheim, HRB-Nr. 335030) wurde gem. § 30 der Gewerbeordnung mit Wirkung vom 03.11.2008 die Konzession zum Betrieb einer Privatkrankenanstalt im Anwesen Bergheimer Straße 56a, 69115 Heidelberg, erteilt. Die geschäftsführenden Ärzte sind Dr. Thomas Dill und Dr. Martin Löhr.

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